Chancen-gleich! Bessere Bildungschancen für Migrantenkinder

Kinder mit Migrationshintergrund haben es im deutschen Bildungssystem besonders schwer. Die Vielzahl der Kinder mit Fluchterfahrung verschärft die Problematik. Damit die Kinder aus Zuwandererfamilien eine bessere Chance auf Bildung und damit auf Integration bekommen, hat die Robert Bosch Stiftung das Programm "Chancen-gleich!" ins Leben gerufen. Entwickelt wurde das Qualifizierungsprogramm für pädagogische Fachkräfte von dem Zentrum für Kinder- und Jugendforschung an der Evangelischen Hochschule (EH) Freiburg. Im Juli 2016 wurde die gleichnamige Geschäftsstelle an der Hochschule eröffnet.

"Chancen-gleich!" setzt auf kulturelle Vielfalt als Chance in frühkindlichen Bildungsprozessen. Mit dem Programm werden (früh-)pädagogische Fachkräfte und Institutionen dafür qualifiziert, Kinder und Familien mit Migrationshintergrund zu stärken. Dabei werden deren Familienkulturen, Sprachen und Lebenswelten in die tägliche Bildungsprozesse einbezogen.

Das besondere Gewicht liegt dabei einerseits auf der Entwicklung persönlichkeitsbezogener, reflexiver Fähigkeiten im Umgang mit Diversität und der Anerkennung von Pluralität. Andererseits werden konkrete handlungsorientierte Möglichkeiten zur kultursensiblen Gestaltung von Bildungs- und Entwicklungsprozessen im Rahmen der pädagogischen Praxis entfaltet. Chancen - gleich! ist kompetenzbasiert konzipiert, so dass es neuesten Anforderungen der Aus- und Weiterbildung entspricht.

Das Programm wurde von der Universität Tübingen evaluiert. Über zwei Jahre wurde es in 28 Kitas in Baden-Württemberg erprobt. Bundesweit konnten bereits 180 MultiplikatorInnen im Rahmen des Programms qualifiziert werden. An der Probephase waren die Evangelische Kirche in Stuttgart, das Jugendamt der Landeshauptstadt Stuttgart und die Katholische Kirche in Stuttgart beteiligt. Kindheitspädagogin Sibylle Fischer hat Curriculum und Arbeitsmaterial für "Chancen-gleich!" am Zentrum für Kinder- und Jugendforschung (ZfKJ) entwickelt.

zurück …

Evangelische Hochschule Freiburg, 12.07.2016
Weitere Informationen auf der Website des Zentrum für Kinder- und Jugendforschung

Mehr zum Thema

zurück …