Dritter Engagementbericht: Digitalisierung bereichert freiwilliges Engagement

18. Mai 2020

Dritter-Engagementbericht_BMFSFJDas Bundeskabinett hat sich am 13. Mai 2020 mit dem vom Bundesfamilienministerium vorgelegten Dritten Engagementbericht befasst. Der Bericht besteht aus dem Gutachten einer unabhängigen Sachverständigenkommission und der Stellungnahme der Bundesregierung. Der Dritte Engagementbericht trägt den Titel "Zukunft Zivilgesellschaft: Junges Engagement im digitalen Zeitalter". Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich gesellschaftliche Teilhabe und freiwilliges Engagement durch die Digitalisierung verändern und welche Folgerungen sich daraus für die Engagementpolitik ergeben. Untersucht wurde, wie sich junge Menschen zwischen 14 und 27 Jahren auch digital freiwillig einbringen.

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey:

"Wie wertvoll und bereichernd digitales Engagement ist, sehen wir gerade in der gegenwärtigen Corona-Krise. Digitale Möglichkeiten helfen dabei, dass sich - vor allem auch junge - Menschen trotzdem für andere und den gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen können, indem sie zum Beispiel Nachbarschaftsinitiativen oder Einkaufshilfen digital organisieren oder aber Vereine verstärkt Online-Beratungen anbieten. Der Bericht zeigt, wie groß das Potential ist und dass es noch besser ausgeschöpft werden kann. Das digitale Engagement ersetzt die traditionellen Formen nicht, aber es kann sie wirksam ergänzen. Es geht deshalb auch darum, analoges und digitales Engagement besser miteinander zu verknüpfen. Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt, die wir in diesem Jahr gründen, ist dafür wie geschaffen. Auch in Zukunft wird es auf das Engagement ankommen, denn es macht unsere Gesellschaft stärker und lebenswerter."

Der jetzt vorgelegte Engagementbericht macht deutlich, welche Rolle die Digitalisierung im Engagement junger Menschen einnimmt und analysiert neue Themen, Praktiken und Typen des Engagements, die durch die Digitalisierung entstehen. Formuliert werden zudem konkrete Handlungsempfehlungen für Politik und Zivilgesellschaft.

Digitalisierungsprojekte fördern

Das Bundesfamilienministerium fördert eine Reihe von Maßnahmen und Projekten, die sich mit der Digitalisierung befassen, zum Beispiel das Programm "Zukunftssicherung der freien Wohlfahrtspflege - Digitalisierung" und mehrere Modellprojekte mit digitalem Schwerpunkt im Freiwilligen Sozialen Jahr.

Zusätzlich wird sich die von der Bundesregierung dieses Jahr errichtete Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt dieses Themas annehmen. Neben eigenen Angeboten wie etwa der Beratung und Qualifizierung im Bereich der Digitalisierung für freiwillig Engagierte oder Unterstützung im Kontext der Digitalisierung von Engagement-Organisationen kann die Stiftung Innovationen im Bereich des freiwilligen digitalen Engagements auch finanziell fördern.

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Quelle: Pressemitteilung BMFSFJ, 13.05.2020
www.bmfsfj.de

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