Modellprojekte 'Kinder als Zeugen häuslicher Gewalt'

Von Ende 2014 bis Ende 2017 hat das Niedersächsische Sozialministerium fünf Modellprojekte zur Unterstützung von Kindern, die Gewalt in Paarbeziehungen miterlebt haben, gefördert. Die Projekte sollen die bisherigen Angebote von Frauenhäusern und Gewaltberatungsstellen gegen häusliche Gewalt ergänzen und auch die Zusammenarbeit mit den Jugendämtern konstruktiv befördern.

Für viele Frauen und Kinder gehört häusliche Gewalt zum traurigen Alltag. Mit den Modellprojekten sollen Kinder die Chance bekommen zu lernen, wie sie die miterlebte Gewalt bewältigen können.

Jährlich suchen nach Angaben des Niedersächsischen Sozialministeriums rund 30.000 Frauen und Mädchen in Niedersachsen Schutz und Unterstützung in Frauenhäusern, Gewaltberatungsstellen sowie Interventionsstellen. Allein im Jahr 2012 flohen rund 2.200 von Gewalt betroffene Mütter mit ihren 2.000 Kindern in ein Frauenhaus. Die Mütter von rund 8.700 Kindern nehmen psychosoziale Beratungsmöglichkeiten in Anspruch.

Die Durchführung der ausgewählten Modellprojekte wurde von einem Fachgremium begleitet. Es besteht aus Vertreterinnen und Vertretern von Einrichtungen und Verbänden aus den Bereichen Häusliche Gewalt, Kinder- und Jugendhilfe sowie Kinder- und Jugendschutz. Perspektivisch sollen sich die Projekte nach Auslaufen der Modellphase als Angebote der Jugendhilfe etablieren.

Für die Förderung der Modellprojekte 'Kinder als Zeugen häuslicher Gewalt' stellte das Land insgesamt 300.000 Euro zur Verfügung.

Den Zuschlag für die Trägerschaft erhielten folgende Einrichtungen (Laufzeit jeweils vom 15.12.2014 - 14.12.2017):

  • Frauen Notruf, Beratungs- und Fachzentrum zu sexueller und häuslicher Gewalt, Göttingen
  • AWO Kreisverband Goslar e. V.
  • Der Paritätische, Cuxhaven
  • Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) e. V., Grafschaft Bentheim/ Emsland
  • Frauenhaus Verden - Frauen helfen Frauen e. V.

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Quelle: Pressemitteilung des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung vom 19. Dezember 2014 unter www.ms.niedersachsen.de

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