Medienkompetenz und Medienerziehung

Mailen, chatten, surfen sind mittlerweile Standards in der Nutzung der neuen Medien. Aber was wissen Sie über Dialer, Weblogs und LAN-Partys? Oder haben Sie schon einmal von Cyberbullying gehört?

Die rasante technische Entwicklung in den Bereichen Computer, Spielkonsolen, Internet und Mobiltelefon stellt Eltern vor keine leichte Aufgabe: Sie müssen sich mit den ständig neuen Entwicklungen auseinandersetzen und ihren Kindern gleichzeitig eine verlässliche Orientierung für den kritischen Umgang mit diesen Medien bieten – gar nicht so einfach, denn oft sind Kinder, besonders Jugendliche, bestens informiert über den aktuellen technischen Stand und ihren Eltern weit voraus, was das Wissen um Nutzungsmöglichkeiten oder Bedienung angeht.

Medienkompetenz jedoch setzt nicht nur das Wissen um das Wie, sondern auch einen verantwortungsvollen, selektiven Umgang mit den Medien voraus. Deshalb gilt es auch in der Medienerziehung, eine Balance zu finden zwischen klaren Regeln und Freiheiten zum Ausprobieren. Unterstützung finden Eltern dabei mit Hilfe von Ratgebern, Broschüren und Websites zum Thema.

Übrigens!
Zum 1. Juli 2008 ist ein neues Jugendschutzgesetz in Kraft getreten. Es soll den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor medialen Gewaltdarstellungen verbessern, vor allem vor gewaltbeherrschten Computerspielen. Damit kann man nun auf den ersten Blick erkennen, ab welchem Alter Spiele und Filme für Kinder und Jugendliche freigegeben sind: die Altersangabe muss deutlich sichtbar unten links auf der Vorderseite der Verpackung zu sehen sein. Auch die Liste der jugendgefährdenden Medien der Bundesprüfstelle wurde in Bezug auf Gewaltdarstellungen erweitert und präzisiert.

Broschüren und Ratgeber zum Thema

Internetkompetenz für Eltern - Kinder sicher im Netz begleiten
Internetkompetenz-für-Eltern_CoverBroschüre von klicksafe, Internet-ABC und der Landesanstalt für Medien NRW (LfM) mit konkreten Empfehlungen und Linktipps für verschiedene Altersgruppen und Themenfelder. Eine Checkliste hilft dabei, sich über die verschiedenen erzieherischen Fragestellungen in Sachen Internetnutzung der Kinder Gedanken zu machen. Entsprechende Hinweise helfen jeweils bei der Orientierung.

Download und kostenlose Bestellung der Printversion auf der Website des LfM.

Persönlichkeitsrechte, Datenschutz & Co. im Netz
Wie-begleite-ich-mein-Kind-im-Netz_CoverDie Broschüre gibt ausführliches Hintergrundwissen zum Verhalten von Kindern und Jugendlichen im Internet, zu Persönlichkeitsrechten, Datenschutz, Cybermobbing und Sucht. Die Informationen sind kurz und gut verständlich aufbereitet und mit vielen Beispielen, Handlungsanregungen und Verweisen veranschaulicht. Hier können Eltern auch ohne Vorkenntnis schnell Einblick in diese komplexen Fragestellungen gewinnen und ihre Kinder so besser verstehen und sie bei ihren Ausflügen ins Internet unterstützen.

Die Broschüre "Wie begleite ich mein Kind im Netz?" kann auf www.webhelm.de heruntergeladen oder kostenlos bestellt werden beim JFF - Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis, presse@jff.de, T 089 / 68 98 91 61

Tipps und Informationen für Eltern zum richtigen Umgang mit dem Urheberrecht
Auf-der-sicheren-Seite_CoverVielen Kindern fehlt das Bewusstsein für den Wert geistigen Eigentums. Die Verletzung von Urheberrechten, vor allem durch illegales Herunterladen von Musik, Filmen und Software ist jedoch keinesfalls ein Kavaliersdelikt, sondern kann für die Eltern als Inhaber des Internetanschlusses und als Erziehungsberechtigte sowohl strafrechtliche als auch zivilrechtliche Folgen haben. Die Kampagne RESPE©T COPYRIGHTS der deutschen Filmwirtschaft bietet zu diesem Thema einen kostenlosen Elternleitfaden. Die Broschüre "Auf der sicheren Seite" informiert über die wichtigsten Punkte zur Gesetzeslage, erklärt die Risiken und gibt Tipps zum richtigen Umgang mit dem Urheberrecht.

Der Elternleitfaden steht zum Download auf www.respectcopyrights.de bereit.

Vom Leichtmatrosen zum Medienlotsen - Zum richtigen Umgang mit Fernsehen, Computerspielen und dem Internet
Vom-Leichtmatrosen-zum-Medienlotsen_CoverSpeziell für Eltern von Kindern der dritten und vierten Grundschulklasse hat das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen eine Informationsbroschüre mit Tipps zu einer selbstbewussten Medienerziehung herausgegeben.

Der Elternratgeber steht hier als PDF-Datei in deutscher, türkischer und russischer Sprache zur Verfügung.

Gut hinsehen und zuhören - Elternratgeber für den bewussten Umgang mit Medien in der Familie
Gut-hinsehen+zuhören_CoverDie Broschüre der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) enthält zahlreiche Tipps für Eltern, um Medien sinnvoll in das Familienleben zu integrieren. Darüber hinaus wird erklärt, wie Medienangebote bei Kindern unterschiedlichen Alters wirken und wie sie bewusst genutzt werden können. Ein Check-up bietet Eltern einen ersten Eindruck zum Umgang mit den Medien in der eigenen Familie. Anhand von Beispielen wird gezeigt, dass und wie jede Familie ihre eigenen Regeln für einen bewussten Umgang mit den Medien finden kann. Zusammengefasst werden die Tipps in 12 Empfehlungen.

Die Broschüre steht zum kostenlosen Download auf der Website der BZgA zur Verfügung und kann dort auch als Druckversion bestellt werden.

Webtipps

www.medienbewusst.de | Kinder - Medien - Kompetenz
Das Onlineportal des Instituts für Medien und Kommunikationswissenschaft der Technischen Universität Ilmenau informiert, unterhält und gibt fundierte Praxistipps für den Medienalltag in der Familie. Themenschwerpunkte sind Fernsehen, Computer & Videospiele, Internet, Kino, Handy, Musik & Hörbücher und Forschung.

www.schau-hin.info | Medienpass für Eltern und Informationen zu elektronischen Medienangeboten in Deutsch und Türkisch
Gemeinsame Kampagne des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit Arcor, ARD und ZDF. Expertinnen und Experten liefern zahlreiche praktische Tipps für eine kindgerechte Mediennutzung sowie Anregungen und Informationen zu elektronischen Medienangeboten wie Internet, Handy, PC, Computerspiele sowie Film und Fernsehen. Übrigens! Mit einem Online-Test können Eltern ihr Wissen über Medienerziehung prüfen. Wie lange dürfen Kinder vor dem Fernseher sitzen? Wann sind sie alt genug für Computerspiele? Anhand von Situationsbeispielen fragt der interaktive Test Wissen zum richtigen Umgang mit Fernsehen, Computer, Internet und Handy ab. Wer fit im Thema ist, bekommt am Ende den SCHAU-HIN! Medienpass.

www.mediennutzungsvertrag.de | Regeln verbindlich festlegen
Mit dem Mediennutzungsvertrag von klicksafe und dem Internet-ABC können Eltern und Kinder individuell festlegen, welche Medien und Inhalte wie und wie lange von den Kindern genutzt werden dürfen. Mit dem Online-Tool ist der Vertrag ganz leicht zu erstellen und lässt sich sogar im Design individuell gestalten. Es gibt vorgefertigte Module und die Möglichkeit für eigene Regeln, jeweils für die Altersgruppe 6 bis 12 Jahre und für 12+. Der fertige Vertrag lässt sich speichern und ausdrucken und steht zur Unterschrift bereit... Übrigens! Der Mediennutzungsvertrag hat den "Pädi 2015" in der Kategorie "Sonderpreis für Familienangebote" verliehen bekommen.

www.ins-netz-gehen.de | Jugendliche für Risiken von übermäßigem Computerspiel- und Internetgebrauch sensibilisieren
Wann wird aus der natürlichen Faszination eine exzessive Nutzung oder sogar Sucht? Die Website der BZgA bietet Jugendlichen interaktiv aufbereitete Informationen zum Thema Computerspiel- und Internetnutzung. Dazu gibt es Praktische Hilfen wie einen "Onlinewecker", der an ein PC-Zeitlimit erinnert, einen Online-Selbsttest, mit dem sich die eigene Suchtgefährdung überprüfen lässt, oder eine Beratungsstellen-Suche.

www.elternberatung-sucht.de | Informationen für Eltern suchtgefährdeter oder abhängiger Kinder und Jugendlicher
Das im Dezember 2012 gestartete Pilotprogramm ELSA will Erziehungskompetenzen fördern, familiäre Konflikte reduzieren und die Gemeinschaft innerhalb der Familie stabilisieren. Es richtet sich u.a. an Eltern, deren heranwachsende Kinder eine übermäßige Computerspiel- oder Internetnutzung zeigen. Die Website bietet eine professionelle und auf Wunsch auch anonyme Online-Beratungsplattform mit unterschiedlichen Beratungsformen an. Eltern, die eine Beratung vor Ort vorziehen, können über verlinkte Datenbanken eine nahegelegene Beratungsstelle finden.

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Medienkompetenz - Handy Handys erleichtern die Organisation des Alltags und ermöglichen, jederzeit und überall mit der Familie oder Freunden in Kontakt zu bleiben. Die neuen Mobiltelefone sind allerdings weit mehr als nur Kommunikationsmittel. Hier finden Sie Tipps zum sicheren Umgang mit dem Handy.

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