Armut in Niedersachsen: Sozialministerin Carola Reimann setzt sich für Kindergrundsicherung ein

Niedersachsens Sozialministerin Dr. Carola Reimann hat zum veröffentlichten Armutsbericht des Landesamtes für Statistik Niedersachsen Stellung genommen. Sie fordert angesichts gestiegener Armutsgefährdungsquoten in Haushalten von Alleinerziehenden und Haushalten mit minderjährigen Kindern verstärkte Anstrengungen bei der Einführung einer Kindergrundsicherung als eigenständige Sicherung von Kindern gegen Armut:

"Die aktuellen Daten des Landesamtes für Statistik zeigen erstmals seit Jahren eine negative Entwicklung bei der Armutsgefährdung. Auch die zuletzt gesunkene Quote bei Alleinerziehenden mit unter 18-jährigen Kindern stieg 2019 wieder deutlich um 4,8 Prozentpunkte auf 43,5 Prozent an.

Das sind alarmierende Zahlen, denn es bedeutet, dass jedes fünfte Kind in einem Haushalt lebt, der droht, abgehängt zu werden!

Mit dem Corona-Virus ist zu erwarten, dass sich die Situation weiter verschärft. Deshalb sollten wir unsere Anstrengungen weiter verstärken, um zu einer besseren Absicherung von Kindern zu kommen. Deshalb brauchen wir in Deutschland eine Kindergrundsicherung, dafür setze ich mich gezielt ein!

Die Kindergrundsicherung ist eine eigenständige Sicherung der Kinder gegen Armut, die pauschaliert ausgezahlt werden soll. Sie soll Kindergeld, den Kinderzuschlag, die Regelleistungen des SGB II für Kinder und die Leistung des Bildungs- und Teilhabepakets zusammenfassen."

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Pressemitteilung Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, 13.08.2020, www.ms.niedersachsen.de

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