Landesrahmenvereinbarung zum Präventionsgesetz

Die Krankenkassen wollen zusammen mit der gesetzlichen Rentenversicherung, der gesetzlichen Unfallversicherung sowie dem Land das Engagement für Gesundheitsförderung und Prävention in Niedersachsen ausbauen und ihre Zusammenarbeit intensivieren. Das sieht eine Landesrahmenvereinbarung vor, die die Träger der Sozialversicherung und das Niedersächsische Sozialministerium jetzt unterzeichnet haben. Grundlage ist das in 2015 verabschiedete Präventionsgesetz des Bundes.

Mehr Geld für Maßnahmen in Kindergärten, Schulen oder Kommunen
Die Krankenkassen stellen nach dem Präventionsgesetz deutlich mehr Geld als bisher für Prävention und Gesundheitsförderung zur Verfügung. Der Richtwert steigt von gut drei Euro auf sieben Euro je versicherter Person und wird damit mehr als verdoppelt. Davon stehen unter anderem zwei Euro für Maßnahmen in Kindergärten, Schulen oder beispielsweise Kommunen sowie zwei Euro für Maßnahmen in Betrieben zur Verfügung. Niedersachsen gehört zu den ersten Bundesländern mit einer Landesrahmenvereinbarung Prävention.

Dialogforum Prävention: Handlungsbedarfe identifizieren und Handlungsempfehlungen entwickeln
Konkret haben die Beteiligten vereinbart, unter Federführung der gesetzlichen Krankenversicherung einen institutionalisierten, dauerhaften Austausch im Rahmen eines neuen "Dialogforums Prävention" zu führen, um Gesundheitsförderung und Prävention gezielt und nachhaltig umzusetzen. Dieses soll unter anderem Ziele definieren, Impulse zu trägerübergreifender Zusammenarbeit geben sowie Handlungsbedarfe identifizieren und Handlungsempfehlungen aussprechen. Auf dieser Basis können effektiv Maßnahmen umgesetzt und gute Programme verstetigt werden.

Prävention und gesundheitliche Chancengleichheit für alle erlebbar gestalten
Erklärtes Ziel ist es, Prävention für die Betroffenen in den Lebenswelten erlebbar zu gestalten. Für Maßnahmen in Lebenswelten sollen alle drei Lebensphasen "Gesund aufwachsen", "Gesund leben und arbeiten" und "Gesund im Alter" berücksichtigt werden. Um die gesundheitliche Chancengleichheit zu fördern, stehen Zielgruppen wie Erwerbslose, Alleinerziehende und Menschen mit Migrationshintergrund besonders im Blickpunkt.

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