Mehrsprachigkeit in der Kindheit. Perspektiven für die frühpädagogische Praxis

Mehrsprachigkeit-in-der-Kindheit_CoverMehrsprachigkeit wird heute in Deutschland zwar als gesellschaftliche Realität anerkannt – mehrsprachig aufzuwachsen gilt hingegen noch immer als außergewöhnlich. Die vorliegende Expertise beschäftigt sich mit dem Sprachgebrauch junger Kinder innerhalb ihres mehrsprachigen Familienalltags sowie ihrer ein- oder mehrsprachig organisierten Kindertageseinrichtungen.

Kritisch befragt die Autorin dabei auch den stigmatisierenden Umgang mit migrationsbedingter Mehrsprachigkeit nach sprachideologischen Hintergründen sowie nach möglichen sprachpädagogischen Implikationen.

Die Expertise bietet einen Einblick in die gelebte Mehrsprachigkeit von Kindern und stellt das Konzept "Translanguaging" vor: Es beschreibt das Mischen von Sprachen, das mehrsprachig Aufwachsende im Alltag selbstverständlich anwenden. Die Autorin plädiert dafür, "Translanguaging" als legitime Strategie bei einem dynamischen Sprachenerwerb zu betrachten, und zeigt auf, wie das Potenzial der Mehrsprachigkeit von Kindern und pädagogischen Fachkräften genutzt werden kann.

Die Expertise eröffnet – u.a. im Zusammenhang mit dem Translanguaging-Ansatz – Perspektiven für eine Neuorientierung der frühpädagogischen Praxis. Damit ist sie zugleich ein Plädoyer für eine inklusive Sprachbildung, die alle Kinder als angehende Mehrsprachige anerkennt und sie bei ihrem Sprach(en)erwerb unterstützt.

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Argyro Panagiotopoulou:
Mehrsprachigkeit in der Kindheit. Perspektiven für die frühpädagogische Praxis
WiFF Expertisen, Band 46
München 2016
41 Seiten
Kostenloser Download oder Bestellung auf www.weiterbildungsinitiative.de

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