Wahrung des Rechts des Kindes auf Familie nach Trennung der Eltern

6. Dezember 2018

Ende November 2018 fand unter der Schirmherrschaft des Generalsekretärs des Europarates die 4. Internationalen Konferenz über geteilte Kinderbetreuung statt. Geteilte Elternschaft im Wechselmodell nach einer Trennung oder Scheidung, Kinderrechte und die Aufgabe der Staaten bei der Sicherstellung des Kindeswohls waren die zentralen Themen.

Die Debatte über geteilte Elternschaft ist besonders aktuell: Gründe dafür sind die historisch niedrigen Heiratsraten, die verhältnismäßig hohe Zahl gescheiterter Ehen und Beziehungen und der Wandel des Wesens und der Definition von Familie.

Die Konferenz wird hauptsächlich vom "Internationalen Rat für die Paritätische Doppelresidenz" (ICSP) organisiert. Dem ICSP zufolge sind allein in Frankreich rund 200.000 Kinder pro Jahr von der Scheidung ihrer Eltern betroffen, und 73 Prozent der Kinder leben nach der Scheidung bei der Mutter und besuchen den Vater jedes zweite Wochenende. Gleichzeitig zeigen aktuelle Studien, dass bei Kindern, die nach einer Trennung abwechselnd und zu annähernd gleichen Zeitanteilen bei beiden Elternteilen leben, ein besseres Wohlbefinden und eine bessere psychische Gesundheit zu beobachten sind als bei Kindern, welche die meiste Zeit oder ausschließlich bei einem Elternteil leben.

Die Stellvertretende Generalsekretärin des Europarates, Gabriella Battani-Dragoni, erklärte in ihrer Eröffnungsrede: "Es herrscht eine offenkundige und zunehmende Übereinstimmung darüber, dass im Rahmen der Trennungs- und Scheidungsvereinbarungen die geteilte Elternschaft nach dem Wechselmodell möglichst gefördert werden sollte." Die gesamte Eröffnungsrede der Stellvertretenden Generalsekretärin steht auf der Website des Europarats zur Verfügung.

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Quelle: Pressemitteilung des Europarats, 22.11.2018

Weitere Informationen dazu auf www.twohomes.org, der Website des ICSP.

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