Hannover Airport spendet für

Die Stiftung EINE CHANCE FÜR KINDER setzt seit dem Jahr 2014 speziell fortgebildete Familienhebammen sowie Familien-Gesundheits- und -Kinderkrankenpflegerinnen zur umfassenden Beratung von Migrantinnen und deren Kindern ein. Diese "Fachkräfte Frühe Hilfen" leisten konkrete Gesundheitsvorsorge und lebenspraktische Begleitung. Mit Unterstützung des Landes Niedersachsen hat die Stiftung ein Modellprojekt mit zunächst drei "Zentralen Frühe Hilfen" begonnen, in denen die gesundheitliche Betreuung von Flüchtlingsfamilien vor Ort gebündelt wird. Der Hannover Airport (Flughafen Hannover-Langenhagen GmbH) hat jetzt 5.000 Euro bereitgestellt, um das Projekt voranzubringen.

"Gerne unterstützen wir die Aktivitäten der Stiftung. Mit unserer Spende möchten wir gezielt die gesundheitliche Betreuung von geflüchteten Frauen und Kindern fördern. Das ist ein wichtiger Schritt für das Einleben von Familien in unserer Gesellschaft", betonte Dr. Raoul Hille. Der Geschäftsführer von Hannover Airport überreichte den Scheck über 5.000 Euro an ARD-Moderatorin Gabi Bauer, die sich als Schirmherrin für die Stiftung EINE CHANCE FÜR KINDER engagiert. Die renommierte Fernsehjournalistin bezeichnete die Gesundheitsbetreuung von geflüchteten Frauen und Kindern als wichtigen Zugang, um den Müttern auch bei vielen anderen emotionalen und "typisch weiblichen" Problemen helfen zu können. "Damit kann es ihnen leichter fallen, sich bei uns einzuleben. Das ist für die Mütter wichtig, aber auch für ihre Kinder, denn die Frauen sind für die Erziehung zuständig. Wenn Frauen sich in unserer Gesellschaft wohlfühlen, können sie dies auch ihren Kindern und anderen Müttern vermitteln", sagte Bauer.

Sicherheit und Perspektiven geben
Hoffnung geben, Familie schützen und Integration ermöglichen – unter diesem Leitbild bietet die Stiftung mit den "Zentralen Frühe Hilfen" Migrantinnen und deren Kinder einen niedrigschwelligen Zugang zur gesundheitlichen Betreuung vor Ort. Diese umfassen nicht nur die klassische Vorsorge und die gesundheitlich-medizinische Versorgung, sondern auch psychosoziale Unterstützung und Hausbesuche. In den Landkreisen Verden (Stadt Verden), Northeim (Stadt Bad Gandersheim) und in der Stadt Wilhelmshaven erprobt die Stiftung seit einem gutem Jahr drei Zentralen Frühe Hilfen für die Betreuung von Flüchtlingsfamilien. Sie fungieren als Anlaufstelle und Sprechstunde für sämtliche gesundheitlichen Probleme, sind Lotsen durch das Gesundheitssystem bei akuten Erkrankungen und helfen bei Alltagsproblemen aller Art, darunter auch im Umgang mit Behörden.

Gesundheitsfachkräfte vermitteln Vertrauen
"Es hat sich gezeigt, dass die Hilfe bei gesundheitlichen Problemen ein guter Zugang zu vielen emotionalen und psychosozialen Problemen von geflüchteten Frauen ist", berichtet Prof. Dr. Adolf Windorfer, Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung EINE CHANCE FÜR KINDER. Nach vielfältigen Erfahrungen des Mediziners haben die Fachkräfte Frühe Hilfen durch die Lösung gesundheitlicher Probleme gerade bei Familien in schwierigen Lebenssituationen einen einfachen, fast "barrierefreien" Zugang. Sie könnten daher auch bei zahlreichen lebenspraktischen Fragen helfen. Damit gelinge es häufig, geflüchteten Frauen und Kindern eine neue Perspektive und die Möglichkeit für eine aktive Lebensplanung zu geben.

Meilenstein für gelingende Integration
Für viele der geflüchteten Frauen sei es schwierig, sich bei akuten oder chronischen, vor allem bei "weiblichen" Gesundheitsproblemen einer fremden, nicht aus dem Gesundheitsbereich kommenden Person anzuvertrauen. Mit der gesundheitlichen Betreuung werde ein Vertrauensverhältnis zu den Müttern aufgebaut und damit "ein Meilenstein für eine gelingende Integration der gesamten Familie gesetzt", sagte Windorfer. Es sei dringend geboten, die Zentralen Frühen Hilfe in weiteren Kommunen zu etablieren. "Dabei sind Spenden wie die des Flughafens Hannover-Langenhagen unverzichtbar", betonte der Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung.

Stiftung EINE CHANCE FÜR KINDER

Eine-Chance-fuer-Kinder_LogoDie gemeinnützige Stiftung qualifiziert seit 2001 Fachkräfte Frühe Hilfen (Familienhebammen, Familien-Gesundheits- und -Kinderkrankenpflegerinnen) und koordiniert deren Einsatz in Niedersachsen und andernorts. Die Fachkräfte Frühe Hilfen sind ein wichtiges Bindeglied in den Netzwerken der frühen aufsuchenden Hilfen in den Landkreisen, Städten und Gemeinden. Sie begleiten Frauen und Familien in schwierigen physischen, psychischen oder sozialen Lebenssituationen während der Schwangerschaft und im ersten Lebensjahr der Kinder. Ziel ist es, eine stabile Eltern-Kind-Bindung aufzubauen, um Kindesvernachlässigung vorzubeugen. Mit dem Schulprojekt "LEBENSplan: Mein Körper. Meine Verantwortung. Meine Zukunft" unterstützt die Stiftung außerdem die bewusste Lebensplanung von Jugendlichen an Haupt- und Förderschulen u.a. mit dem Ziel, Teenagerschwangerschaften möglichst zu vermeiden und Jugendliche zu einer sinnvollen Lebensplanung zu motivieren.


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Stiftung eine Chance für Kinder, 23.11.2017

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