Ankommen - und dann?

26.10.2017 Hannover
Rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Kommunen und von freien Trägern waren zur vierten Fachtagung im Rahmen von "Gut ankommen in Niedersachsen!" gekommen. Gemeinsam mit dem Institut für Sozialpädagogische Forschung gGmbH Mainz (ism) hat das Sozialministerium wieder ein interessantes Programm zusammengestellt.

Ankommen, so Heinz Müller (ism), ist eine besondere Situation für alle Beteiligten. Mit dem Landesprogramm und der wissenschaftlichen Begleitung ist Niedersachsen mit Blick auf landesweite Entwicklungen bundesweit Vorreiter. Das Besondere: die systematische Untersuchung und die Fragestellung "Was braucht gutes Ankommen?" und "Was wollen wir daraus lernen?" aus der Einbeziehung der Flüchtlingsfamilien selbst, wie im Elternbeteiligungs-WS, der am Vortag stattgefunden hat.

Einen ersten Kurzbericht zum Workshop "Mit geflüchteten Eltern im Dialog" gab einer der Teilnehmer, der auch ehrenamtlich übersetzt hatte. Er schilderte eindrücklich das große Interesse der Flüchtlingseltern an Informationen und Informationsveranstaltungen zu Integrationsthemen und den Wunsch nach Wiederholung solcher Workshops.

Um Asylrechtlichen Rahmenbedingungen zum Thema Familienzusammenführung und Abschiebung ging es im Vortrag von Prof. Dr. Jan Kepert (Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl).

Ergebnisse aus der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten zum Thema "Flucht, Ankunft in Deutschland und erste Schritte der Integration" stellte Jana Anne Scheible (Forschungszentrum Migration, Integration und Asyl, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) vor.

Christa Frenzel (Erste Stadträtin und Dezernentin für Bildung, Soziales, Arbeitsmarkt und Integration Stadt Salzgitter) und Emine Öztürk (Leiterin Referat Migration und Teilhabe, Landkreis Peine) gaben mit Kommentaren Input aus der Praxis. Unter anderem wurde dabei das neue Angebot "Start in den Lehrberuf" in Salzgitter vorgestellt, das geflüchtete Lehrkräfte in vier Phasen für die Arbeit an deutschen Schulen qualifiziert. Das Curriculum soll ab Anfang 2018 für andere Kommunen zu erwerben sein.

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