ASMK in Potsdam: Anrechnung von Pflegezeiten verbessern

Bei der Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK) am 7. Dezember 2017 in Potsdam ging es unter anderem um die Anrechnung von Pflegezeiten betreuender Angehöriger.

Niedersachsen unterstützt den Antrag Baden-Württembergs, die Pflegezeiten betreuender Angehöriger in der gesetzlichen Rentenversicherung künftig besser anzurechnen – unabhängig von deren Erwerbsstatus und Alter. Damit schließen sich die Ministerinnen und Minister einer Forderung der Gleichstellungs- und Frauenministerinnen- und -ministerkonferenz (GFMK) vom Juni dieses Jahres an.

"Etwa drei von vier Pflegebedürftigen werden zu Hause von ihren Angehörigen gepflegt. Das bedeutet für die Pflegenden – in der Regel Frauen – nicht nur zusätzliche körperliche und psychische Belastungen, in der Regel hat die häusliche Pflegearbeit auch negative Folgen für ihre Berufstätigkeit und die Höhe ihrer Rentenansprüche", so Niedersachsens Sozialministerin Dr. Carola Reimann bei der Konferenz. "Das müssen wir ändern, denn für ihre Leistungen gebührt pflegenden Angehörigen die gesellschaftliche Wertschätzung."

Entsprechend der Kernforderungen der vorangegangenen GFMK fordern die Ministerinnen und Minister der ASMK, dass künftig

  • die Pflegezeiten im Rentenrecht unabhängig vom Erwerbsstatus der pflegenden Person angerechnet werden. Dementsprechend soll die bislang geltende Voraussetzung für den Anspruch wegfallen, dass pflegende Angehörige ihre wöchentliche Arbeitszeit auf 30 Stunden reduzieren,
  • pflegende Angehörige auch dann die Möglichkeit haben, Rentenanwartschaften zu erwerben, wenn sie mit Eintritt ins Rentenalter eine Vollrente beziehen,
  • Pflegezeiten in gleicher Weise angerechnet werden wie Kindererziehungszeiten.

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Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, 07.12.2017

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