Hannover und Braunschweig: Mehr Schutzplätze für gewaltbetroffene Frauen und Kinder

Die Fälle häuslicher Gewalt nehmen im Zusammenhang mit den notwendigen, verordneten Verhaltensmaßnahmen in Bezug auf die Corona-Virus-Pandemie erschreckend zu. Um gewaltbetroffenen Frauen und ihren Kindern in dieser Situation einen sicheren Rückzugsort anzubieten, haben Stadt und Region Hannover zusammen mit dem Verein Frauenhaus Hannover - Frauen helfen Frauen e.V., das auch das kürzlich eröffnete Frauenhaus24 betreibt, dreiundzwanzig zusätzliche Schutzplätze für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder geschaffen. Für diesen Zweck wurden kurzfristig innerhalb der Region Hannover Zimmer angemietet. Das Angebot ist zunächst für zwei bis drei Monate geplant und wird vom neuen Frauenhaus24 umgesetzt. Die "Sofortaufnahme für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder" ist rund um die Uhr unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 77 080 77 erreichbar und wird die Aufnahmen organisieren. Die Arbeit des FH24 in dieser Notunterbringung wird von den drei hannoverschen Frauenhäusern unterstützt.

Auch die Stadt Braunschweig hat die Kapazitäten des von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) betriebenen Braunschweiger Frauenhauses ausgeweitet. Dazu stellt die Stadt der AWO ein zusätzliches Gebäude zur Verfügung. Das Braunschweiger Frauenhaus hat, nach einer Erweiterung im letzten Jahr, derzeit zwölf Familienplätze für betroffene Frauen und deren Kinder. In dem zusätzlichen Gebäude wird aktuell zunächst eine Wohnung mit drei Familienplätzen hergerichtet. Das Gebäude bietet zudem Potenzial für einen weiteren Ausbau der Kapazitäten.

Außerdem hat die Stadt auf ihrem Frauenportal die Rubrik Hilfe im Notfall aktualisiert: www.braunschweig.de. Über das Projekt "StoP - Stadtteile ohne Partnergewalt" soll außerdem die Sensibilität und Aufmerksamkeit der Nachbarschaft gestärkt werden.

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Quellen: Stadt Braunschweig, 07.04.2020, und Stadt Hannover, 03.04.2020

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