Niedersächsischer Landesjugendhilfeausschuss: Empfehlungen zur Ausgestaltung von Fachberatung

Der Niedersächsische Landesjugendhilfeausschuss (NLJHA) spricht sich für Maßnahmen zur Sicherstellung und Qualitätsentwicklung von Fachberatung in Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege aus. Dazu wurden die "Empfehlungen des Niedersächsischen Landesjugendhilfeausschusses zur Ausgestaltung von Fachberatung in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege" vom NLJHA in Rücksprache mit der Niedersächsischen Arbeitsgemeinschaft der pädagogischen Fachberaterinnen und Fachberater und dem Niedersächsischen Kindertagespflegebüro entwickelt.

Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegepersonen brauchen fachliche Unterstützung zur Umsetzung des Bildungs- und Erziehungsauftrages. Fachberatung unterstützt die Fachkräfte und Kindertagespflegepersonen, ihre pädagogischen Aufgaben und Ansprüche umzusetzen, sich Fachkenntnisse anzueignen und sich mit Fachthemen auseinanderzusetzen. Sie sind die Ansprech- und Austauschpartnerinnen und -partner sowie Organisatorinnen und Organisatoren für Vernetzung und kollegialen Austausch.

Qualitätsentwicklung und -sicherung in Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege benötigt zeitliche und finanzielle Ressourcen. Fachberatung muss als integraler Bestandteil des gesamten Systems Kindertagesbetreuung verstanden und entsprechend ausgestattet werden.

Bislang gilt die Fachberatung als verpflichtende Aufgabe des öffentlichen Trägers der Jugendhilfe, die aber nicht verbindlich geregelt ist. In der Praxis wird diese Aufgabe von den örtlichen Trägern der Jugendhilfe und den freien Trägern übernommen und unterscheidet sich stark in Qualität, Umfang und Finanzierung.

Der NLJHA bittet das Kultusministerium, die "Empfehlungen des Niedersächsischen Landesjugendhilfeausschusses zur Ausgestaltung von Fachberatung in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege" zu berücksichtigen und verbindliche Rahmenbedingungen zu schaffen.

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Quelle: Newsletter des Niedersächsischen Landesjugendamtes 01/2019
soziales.niedersachsen.de

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