Empfehlungen des Deutschen Vereins zu Anpassungen im Adoptionsverfahren vor dem Hintergrund der Reform des Adoptionsrechts

Deutscher-Verein-für-öffentliche-und-private-Fürsorge_LogoDas Adoptionshilfe-Gesetz ist am 1. April 2021 in Kraft getreten und reformiert zentrale Aspekte der Adoptionsvermittlung. Die Empfehlungen des Deutschen Vereins nehmen diese rechtlichen Neuregelungen in den Blick und loten die Umsetzungsschritte und Bedarfe aus, die für die Fachpraxis der Adoptionsvermittlungsstellen in Deutschland daraus folgen.

Das Gesetz wird den Aufgabenkatalog für die Adoptionsvermittlungsstellen erheblich erweitern. Die Umsetzung erfordert daher umfängliche personelle Ressourcen und ein hohes Maß an Fachlichkeit, dass durch regelmäßige Fort- und Weiterbildungen und die Vernetzung der Fachkräfte untereinander sichergestellt werden muss. Dabei gilt es, Handlungskonzepte und Angebote bspw. für die Begleitung von abgebenden Eltern, die Einbeziehung von Kindern in den Beratungsprozess oder die kultursensible Beratung im Rahmen der Auslandsadoption neu- und weiterzuentwickeln. Um immer eng an den Bedürfnissen des Kindes agieren zu können, ist zudem eine regelmäßige Kooperation mit verschieden Fachdiensten und der Aufbau eines tragfähigen und nachhaltigen Netzwerkes notwendig.

Darüber hinaus sollen die Empfehlungen einen Beitrag dazu leisten, die Fachöffentlichkeit für das Thema Adoption zu sensibilisieren. Fachdienste außerhalb der Adoptionsvermittlung sind mit diesem Thema eher wenig vertraut. Es besteht ein Bedarf an Information und Aufklärung, zum Beispiel über die positiven Effekte einer Adoption im Hinblick auf die Entwicklungschancen eines besonders fürsorgebedürftigen Kindes.

Zielgruppe der Empfehlungen sind neben Führungs- und Fachkräften der Adoptionsvermittlung, Multiplikator/innen aus Fachverbänden, die Familiengerichte, gerichtlich bestellte Betreuer/innen und andere soziale Dienstleister der Kinder- und Jugendhilfe.

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Die Empfehlungen stehen auf der Website des Deutschen Vereins als Download zur Verfügung.

Quelle: Deutscher Verein, 31.03.2021

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