Studie belegt: Frühe Hilfen ersparen langfristig Folgekosten

Erstmals in Deutschland vergleicht eine Studie die Kosten Früher Hilfen mit den Ausgaben, die durch spätere Interventionen entstehen können. Das Ergebnis: Frühe Hilfen können enorme Folgekosten ersparen. Durchgeführt wurde die Studie "Kosten und Nutzen Früher Hilfen" des Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) am Beispiel des NZFH-Modellprojekts "Guter Start ins Kinderleben" in Ludwigshafen.

Angebote der Frühen Hilfen fördern durch frühzeitige Unterstützung (ab der Schwangerschaft bis zum dritten Lebensjahr) ein gesundes Aufwachsen der Kinder. So sollen von vornherein Entwicklungen vermieden werden, durch die es zu Gesundheitsrisiken, Vernachlässigung oder Misshandlung des Kindes kommen könnte.

Die Studie zeigt, dass durch Frühe Hilfen Folgekosten einer Kindeswohlgefährdung vermieden werden können. Spätere Interventionen zur Behandlung gesundheitlicher, psychologischer und sozialer Folgen, beispielsweise für betreutes Wohnen oder stationäre Behandlungen von Depressionen, können laut Studie bis zu über eine Million Euro kosten. Frühe Hilfen wie Aufwendungen für Krippen, Familienhebammen und Elternkurse sind dagegen mit 34.000 Euro je Kind im Lebensverlauf wesentlich günstiger.

Durchgeführt wurde die Studie von Uta Meier-Gräwe und Inga Wagenknecht, Universität Gießen.

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Nationales Zentrum Frühe Hilfen (Hrsg.):
Kosten und Nutzen Früher Hilfen. Eine Kosten-Nutzen-Analyse im Projekt Guter Start ins Kinderleben
Materialien zu Frühen Hilfen, Band 4
Köln 2011
96 Seiten

Weitere Informationen und die Studie stehen auf der Website des NZFH zur Verfügung.

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