Familienbewusste Unternehmenskultur: verstehen, verantworten, verankern


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Im Gespräch bleiben, offen sein für neue Ideen, kleine Lösungen schnell umsetzen, Vorbild für die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sein – damit haben Unternehmerinnen und Unternehmer gute Erfahrungen gemacht, wenn es um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht. Das ergab die Gesprächsrunde der Netzwerktagung, zu der das Unternehmensnetzwerk Erfolgsfaktor Familie seine Mitgliedsunternehmen und Interessierte am 1. März 2018 nach Hannover eingeladen hatte. Dabei wurde deutlich, wie vielfältig die Palette der Vereinbarkeitsangebote bereits ist.

Etwa 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten unter dem Motto "Aus der Praxis für die Praxis - familienbewusste Unternehmenskultur verstehen, verantworten, verankern" über die Herausforderungen, denen Unternehmen gegenüberstehen, die mit flexiblen Vereinbarkeitslösungen den wechselnden Lebenssituationen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Rechnung tragen wollen. Ein verlässliches Vertretungsmanagement gehört dabei der Erfahrung nach zu den zentralen Anforderungen.

Kirsten Frohnert, Projektleiterin im Unternehmensnetzwerk Erfolgsfaktor Familie, wies auf den deutlichen "Kultur Gap" in der Wahrnehmung der Familienfreundlichkeit von Unternehmen hin: Studienergebnisse zeigen, dass 44 Prozent der deutschen Unternehmen sich selbst als sehr familienfreundlich einschätzen, bei den Beschäftigten sehen das allerdings nur 24 Prozent der Befragten so. Wie dieser Widerspruch aufgelöst werden kann, war die Leitfrage des Netzwerktreffens. Im Interview mit dem Niedersächsischen Väterportal hat Kirsten Frohnert die Aspekte "Väterfreundlichkeit von Unternehmen" und "Vereinbarkeit für Väter" noch einmal genauer in den Blick genommen.

Fachliche Impulse gab der Vortrag von Prof. Dr. Sonja Sackmann, die an der Universität der Bundeswehr in München unter anderem zu den Themen Unternehmenskultur, Führungsprozesse und Arbeitsorganisation forscht. Sie stellte dar, wie speziell die oberen Führungskräfte die gewünschte Unternehmenskultur durch ihr Verhalten erlebbar machen und verstärken können. Zusätzlich seien Sensoren und regelmäßige Checks notwendig, um ungewollte oder notwendige Änderungen der Unternehmenskultur frühzeitig zu erkennen und lenken zu können.

Erfolgsfaktor-FamilieDas Unternehmensnetzwerk Erfolgsfaktor Familie wird im Rahmen des Programms "Vereinbarkeit von Familie und Beruf gestalten" durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und den Europäischen Sozialfonds gefördert. Es stellt Mitgliedsunternehmen Informationsmaterialien und Studienergebnisse zur Verfügung und unterstützt sie durch Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Mitgliedschaft im Unternehmensnetzwerk ist kostenlos.

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Informationen zum Unternehmensnetzwerk Erfolgsfaktor Familie unter www.erfolgsfaktor-familie.de

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