Wechselmodell kann als Umgangsregelung angeordnet werden

ParagraphenzeichenFamiliengerichte können das Wechselmodell als Umgangsregelung für Kinder getrennt lebender Eltern auch gegen den Willen eines Elternteils anordnen. Das hat der Bundesgerichtshof in einem Beschluss vom 1. Februar 2017 entschieden. Voraussetzung für eine solche Entscheidung ist, dass ein paritätisches Wechselmodell im Vergleich mit anderen Betreuungsmodellen dem Kindeswohl im konkreten Fall am besten entspricht. Die Klärung dieser Frage erfordert grundsätzlich auch die persönliche Anhörung des betroffenen Kindes. Mehr …

Entscheidung zum Umgangsrecht leiblicher Väter

Eine ablehnende Haltung von rechtlichen Eltern kann nicht als alleinige Begründung dienen, um einem leiblichen Vater den Umgang mit seinen Kindern zu verweigern. Auch wenn die Bindung an die rechtliche Familie nachhaltig zu berücksichtigen sei, dürfe ein leiblicher Vater nicht generell als "Störenfried" dieser Familie angesehen werden. Das hat der Bundesgerichtshof am 5. Oktober 2016 entschieden. Mehr …

Neues Umgangsrecht - Mehr Rechte für leibliche Väter im Interesse der Kinder

ParagraphenzeichenAm 13. Juli 2013 ist das "Gesetz zur Stärkung der Rechte des leiblichen, nicht rechtlichen Vaters" in Kraft getreten. Damit haben leibliche Väter mit einem ernsthaften Interesse an ihrem Kind die Möglichkeit, Kontakt zu ihrem Kind zu pflegen und Informationen über ihr Kind zu erhalten. Mehr …

Neues Sorgerecht für nicht miteinander verheiratete Eltern

ParagraphenzeichenSeit dem 19. Mai 2013 können unverheiratete Väter in einem vereinfachten Verfahren das Sorgerecht für ihre Kinder beantragen - auch ohne Zustimmung der Mutter. Bei der Entscheidung des Familiengerichts muss dabei das Kindeswohl im Mittelpunkt stehen. Nach der Neuregelung sollen Eltern die Verantwortung für ihr Kind grundsätzlich gemeinsam ausüben. Mehr …

Kindergeld nicht zwingend für sorgeberechtigten Elternteil

Nach einem Urteil des Bundesfinanzhofes (Az.:III R 2/07) vom 25. Juni 2009 muss die Auszahlung des Kindergeldes nicht zwingend an den sorgeberechtigten Elternteil erfolgen. Ist also das Kind auf eigenen Entschluss von dem Haushalt des einen Elternteils in den Haushalt des anderen nicht sorgeberechtigten Elternteils gezogen – und dies nicht nur vorübergehend – hat dieser Anspruch auf Auszahlung des Kindergeldes. Als zeitlichen Maßstab nennt der Bundesfinanzhof eine Dauer von mehr als drei Monaten und wenn die Rückkehr des Kindes in den Haushalt des sorgeberechtigten Elternteils nicht von vornherein feststeht. Weitere Informationen zu dieser Entscheidung finden Sie auf der Website des Bundesfinanzhofes.

Verfahren in Familiensachen - FamFG

Zum 1. September 2009 trat das grundlegend reformierte gerichtliche Verfahren in Familiensachen (FamFG) in Kraft. Das Gesetz berücksichtigt in besonderem Maße die Belange der Kinder. Sie erhalten einen besseren Schutz und mehr Rechte im Verfahren. Mehr …

Informationen für Eltern

Familienleben ist vielfältig und entwickelt sich ständig weiter. Wer Unterstützung sucht, findet in den Elterninformationen hilfreiche Informationsangebote und Kontaktadressen für verschiedene Lebenslagen.