Kinderfreundliche Kommunen in Niedersachsen: Wolfsburg und Wedemark

Kinderfreundliche-Kommunen_LogoWolfsburg und Wedemark überzeugen auch während Corona bedingter Einschränkungen mit der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen als "Kinderfreundliche Kommunen": Im Halbzeitgespräch am 2. Juni 2021 in Wolfsburg gab es eine positive Zwischenbilanz zur Umsetzung des aktuellen Aktionsplans. Und die Wedemark erhielt bereits Ende April die zweite Siegelverlängerung. Die Gemeinde schreibt im neuen Aktionsplan erfolgreiche Maßnahmen fort und hat neue Ziele gesetzt, wie zum Beispiel die Entwicklung verbindlicher Leitlinien für die Kinder- und Jugendpartizipation.

Halbzeit in Wolfsburg
Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung von Wolfsburg und des Vereins Kinderfreundliche Kommunen e.V. kamen am 2. Juni 2021 mit Kindern und Jugendlichen aus der Region zusammen. Im Halbzeitgespräch ging es um die bisherige Umsetzung des aktuellen Aktionsplans.

"Wir sind sehr beeindruckt, was Wolfsburg trotz Pandemie auf die Beine gestellt hat. Der Stadt ist es gelungen, die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen aufrechtzuerhalten und weiter auszubauen. Hervorzuheben sind insbesondere die verschiedenen digitalen Beteiligungsformate, die Wolfsburg erprobt hat und die von den jungen Menschen positiv angenommen und genutzt wurden. Diese möchte die Stadt auch über die Pandemie hinaus nutzen. Wir freuen uns über die allgemein positive Zwischenbilanz und sind gespannt, wie es in Wolfsburg in den nächsten anderthalb Jahren weitergeht", sagte Dominik Bär, Geschäftsführer des Vereins Kinderfreundliche Kommunen e.V..

Wolfsburg nimmt bereits seit 2012 am Vorhaben "Kinderfreundliche Kommunen" teil. 2014 erhielt die niedersächsische Stadt das Siegel "Kinderfreundliche Kommune" zum ersten Mal, 2019 erfolgte die Siegelverlängerung. Rund eineinhalb Jahre nach der Siegelverleihung erfolgt eine Zwischenbilanz, zu der ein Zwischenbericht und das Halbzeitgespräch gehören.

Die Wedemark bleibt Kinderfreundliche Kommune
Bereits am 20. April 2021 erhielt die Wedemark das Siegel "Kinderfreundliche Kommune" zum zweiten Mal. Bürgermeister Helge Zychlinski hatte aus diesem Anlass zur Siegelverlängerung eingeladen, die aufgrund der Corona bedingten Einschränkungen digital stattfand.

Die Wedemark nimmt bereits seit 2015 am Programm teil und hat 2017 das Siegel "Kinderfreundliche Kommune" zum ersten Mal erhalten. In Zusammenarbeit mit dem Kooperationspartner "Politik zum Anfassen" hat die Gemeinde zweimal die Maßnahmen "Bürgermeistertag" und "Pimp Your Town" durchgeführt, die an weiterführenden Schulen stattfanden. Bei beiden Maßnahmen richteten sich Jugendliche mit ihren Gestaltungsideen an Gemeidevertreterinnen und -vertretern. Dem Bürgermeistertag ging zudem ein Projekttag voraus, der einen Crashkurs zur Kommunalpolitik beinhaltete. Gut vorbereitet konnten die Jugendlichen so ihre Anliegen an den Bürgermeister, die Erste Gemeinderätin und den Gemeindekämmerer vortragen. Der Bürgermeistertag soll nun jährlich stattfinden.

Gleichzeitig stellte die Gemeinde fest, dass ein ähnlicher Beteiligungsprozess an den Grundschulen bisher fehlte und etabliert werden sollte. So fand der Kinderrat mit Unterstützung des Vereins "Politik zum Anfassen e.V." in der Grundschule Elze erstmals 2019 statt. Der Kinderrat sollte auch im Jahr 2020 durchgeführt werden, doch die Corona bedingten Einschränkungen verhinderten dieses Vorhaben. Im Jahr 2021 plant die Gemeinde, den Kinderrat an einer weiteren Grundschule anzubieten.

Der zweite Aktionsplan schreibt erfolgreiche Maßnahmen, wie die Sensibilisierung der Verwaltungsmitarbeitenden zum Thema Kinderrechte, auch in der zweiten Siegelphase fort. Gleichzeitig setzt sich die Gemeinde neue Ziele, wie zum Beispiel die Entwicklung verbindlicher Leitlinien für die Kinder- und Jugendpartizipation.

Bürgermeister Helge Zychlinski ist sich sicher, dass die Umsetzung des zweiten Aktionsplans noch nachhaltiger sein wird, denn: "nun schaffen wir zusätzlich verlässliche Standards, die die Umsetzung der jetzigen Maßnahmen sicher erleichtern werden. Das ist auch gut so, denn das Vorhaben ist durch die Einführung des Forums der Kinderrechte auf eine noch breitere Basis gestellt. Neue Akteurinnen und Akteure können nun ihre Ideen und Impulse zielgerichtet und gewinnbringend für die Gemeinschaft einbringen."

Kinderfreundliche Kommune werden Das Programm "Kinderfreundliche Kommunen" läuft vier Jahre und kann anschließend verlängert werden. Im ersten Jahr wird durch eine Bestandsaufnahme und durch Beteiligungsverfahren mit Kindern und Jugendlichen der Aktionsplan vorbereitet. Nach der Bestätigung des Aktionsplans durch den Stadtrat prüft der Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. den Aktionsplan und vergibt das Siegel "Kinderfreundliche Kommune" für die folgenden drei Jahre.

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Weitere Informationen auf den Websites der Kommunen unter www.wolfsburg.de und www.wedemark.de

Quelle: Infobrief Kinderfreundliche Kommunen e.V., Juni 2021 2021

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