Kindertagespflege stärken und weiterentwickeln

Deutscher-Verein-für-öffentliche-und-private-Fürsorge_LogoNach Ansicht des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. ist die tatsächliche Gleichrangigkeit zwischen Kindertagespflege und Kindertageseinrichtungen noch nicht gegeben. Sie könne nur dann hergestellt werden, wenn Länder und Kommunen beide Angebotsformen als Bestandteile eines Gesamtsystems anerkennen. Notwendig sei es beispielsweise, dass die Kindertagespflege in Bundes- und Landesprogrammen für die Weiterentwicklung und Ausgestaltung des Systems der Kindertagesbetreuung gleichermaßen berücksichtigt werde. Zugleich sollte sie in den relevanten Strukturen des Gesamtsystems der Kindertagesbetreuung sichtbar vertreten sein, ggf. gilt es, ihr Zugänge zu eröffnen. Die derzeitige Qualifizierung von Kindertagespflegepersonen müsse in Form eines qualitativ hochwertigen, mehrstufigen nach oben durchlässigen Qualifizierungssystems, bis hin zur heutigen Stufe der ausgebildeten Erzieher/in weiterentwickelt werden. Zudem müsse die Entlohnung der Kindertagespflegepersonen existenzsichernd ausgestaltet werden.

"Wir brauchen Angebote, die dem Bildungsauftrag und Rechtsanspruch gerecht werden und sich zugleich an den Bedarfslagen der Familien und Kindern orientieren. Das gilt für Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege", erläutert Michael Löher, Vorstand des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. "Mit unseren Empfehlungen unterbreiten wir Vorschläge zur Stärkung und Profilierung der Kindertagespflege als gleichrangiges Angebot neben den Kindertageseinrichtungen sowie zur rechtlichen, strukturellen und finanziellen Weiterentwicklung. Damit kann eine Ungleichbehandlung von Kindern vermieden werden."

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Die Empfehlungen sind abrufbar unter www.deutscher-verein.de

Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V., 07.06.2018

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