Namensrecht

Gegenüber dem Standesamt müssen nach der Geburt der Vorname sowie der Familienname des Kindes angeben werden. Welchen Familiennamen das Kind erhält, ist von dem Familienverhältnis, welches zwischen den Eltern und zwischen dem Kind besteht, abhängig.

So sind folgende Konstellationen möglich
Die Eltern sind miteinander verheiratet und führen einen Familiennamen

  • das Kind erhält diesen Familiennamen als Geburtsnamen.

Die Eltern führen nicht einen gemeinsamen Familiennamen, bsp. die Mutter und der Vater haben jeweils ihren Geburtsnamen behalten

  • die Eltern müssen innerhalb eines Monats nach der Geburt für das Kind einen Familiennamen bestimmen, entweder den der Mutter oder den des Vaters.

Wird innerhalb dieses Monats keine Entscheidung getroffen, überträgt das Familiengericht das Bestimmungsrecht einem Elternteil.

Ein Elternteil hat das alleinige Sorgerecht

  • das Kind erhält den Namen dieses Elternteils. Der Name des Elternteils ist maßgeblich, den er zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes hat.
  • es ist auch möglich, dass das Kind den Namen des anderen Elternteils - der nicht sorgeberechtigt ist - bekommt. Dazu müssen beider Elternteile einwilligen und dies vor der Standesbeamtin oder dem Standesbeamten erklären.

Ist das Kind älter als fünf Jahre, muss es auch die Einwilligung dazu geben.

Beide Elternteile erklären nach der Geburt das gemeinsame Sorgerecht

  • binnen drei Monate, nachdem die Eltern das gemeinsame Sorgerecht erklärt haben, kann der Name des Kindes neu bestimmt werden.

Rechtliches

Die Vorschriften zum Namensrecht sind in den §§ 1616 ff. Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) sowie im Personenstandsgesetz (PersStdG) zu finden. Diese Gesetzestexte stehen auf der Website des Bundesjustizministeriums zur Verüfung.

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Mehr zum Thema

Rechtliches Weitere rechtliche Informationen enthalten die Artikel zur elterlichen Sorge sowie zum Umgangsrecht.

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