Early Excellence - Kleinkindpädagogik und integrative Elternarbeit

early-excellence-Verein_LogoSeit 2001 besteht das "Kinder- und Familienzentrum Schillerstraße" des Pestalozzi-Fröbel-Hauses in Berlin. Das Modellprojekt ist das erste Early-Excellence-Centre in Deutschland. Unterstützt wird es von der Heinz und Heide Dürr Stiftung. Der Ansatz, Elternbildungsarbeit und Familienförderung in Kindertagesstätten zu integrieren, stammt aus den 1980er Jahren und basiert auf dem Konzept des Pen Green Centre in Corby, England. Seit 1997 wird er im Programm der Early Excellence Center in England landesweit ausgebaut.

In der integrativen Familienarbeit werden

  • Eltern in die Bildungs- und Entwicklungsprozesse ihrer Kinder einbezogen,
  • Eltern als Experten und als die ersten Erzieher ihrer Kinder gesehen,
  • Kindertagesstätten umgestaltet zu Zentren, die für alle Kinder, Erwachsene und Familien des Stadtteils offen sind.

In drei altersgemischten Abteilungen werden in der Kita des Kinder- und Familienzentrums Schillerstraße rund 115 Kinder im Alter von 1,5 bis 6 Jahren betreut. Sie stehen mit ihren Stärken und Kompetenzen im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit und werden individuell durch gezieltes Beobachten, Dokumentieren und Einbeziehen der Eltern gefördert. Die Kinder können selbst entscheiden, wo, was und mit wem sie spielen. Basierend auf den Beobachtungen des pädagogischen Teams werden ihnen zusätzlich entsprechend individuelle Angebote gemacht. Jedes Kind hat eine Erzieherin als feste Bezugsperson, die auch das tägliche festgelegte Treffen in der Bezugsgruppe (Story-Time) leitet.

Familienzentrum mit weiteren niedrigschwelligen Angeboten
Neben der Betreuung und Förderung in der Kindertagesstätte ergänzt das Familienzentrum das Angebot für alle Interessierten: Baby- und Krabbelgruppen, Elterninitiativen, Kreativ- und Entspannungsangebote, Elternkurse zur Unterstützung in der Erziehung, ein offenes Familien-Café, Samstagsbetreuung für Kinder und mehr stehen auf dem Programm.

Fachlich begleitet wird die Modelleinrichtung durch einen wissenschaftlichen Beirat mit Heide Dürr, Dr. Sabine Hebenstreit-Müller (Direktorin des Pestalozzi-Fröbel-Hauses, Berlin), Prof. Dr. Lothar Krappmann (Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin), Dr. Hans Leu (Deutsches Jugend-Institut, München), Prof. Dr. Ursula Rabe-Kleberg (Martin-Luther-Universität, Halle), Dr. Margy Whalley (Director of Research, Development, Training Base & Leadership Centre, Pen Green Centre, Corby) unter dem Vorsitz von Dr. Annette Lepenies.

Mit Unterstützung der Heinz und Heide Dürr Stiftung bringt das Pestalozzi-Fröbel-Haus seit 2004 die Erfahrungen dieses Modells in seine Ausbildungs- und Praxiseinrichtungen ein - dazu gehören Fachschulen für Sozialpädagogik sowie für Gesundheit und Soziales, neun Kindertagesstätten, Ganztagsbereiche für Schülerinnen und Schüler, vier Familienzentren inklusive Mehrgenerationenhaus, eine Familienberatung sowie soziale Projekte für Jugendliche.

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