Niedersachsen: Täterarbeit bei häuslicher Gewalt steht im Fokus eines Modellprojekts

Von häuslicher Gewalt sind nicht nur Frauen, sondern häufig auch Kinder direkt oder indirekt (mit)betroffen. Damit sich kooperierende Institutionen wie Polizei, Staatsanwaltschaften, Frauenunterstützungseinrichtungen, Jugendämter und in der Täterarbeit Engagierte besser untereinander vernetzen, hat das Land Niedersachsen das neue dreijährige Modellprojekt "Nachhaltige Vernetzung der Täterarbeit Häusliche Gewalt in Niedersachsen" initiiert.

Sozialministerin Dr. Carola Reimann betonte bei der Vorstellung des Projekts: "Die Arbeit mit den Tätern ist in der Interventionskette ein wichtiger Bestandteil mit großem präventivem Charakter. Während Opfer geschützt und unterstützt werden, ist es wichtig, dass gewalttätige Männer ihr Verhalten ändern - nur so lässt sich die Gewaltspirale unterbrechen."

Das neue Projekt ist Teil der Umsetzung der Istanbul Konvention und wird durch das Männerbüro Hannover umgesetzt. Es hat neben einer Evaluation bestehender Angebote das Ziel, vergleichbare Standards in der Täterarbeit zu schaffen.

Das Land fördert in 2020 elf Täterarbeitseinrichtungen mit insgesamt 275.000 Euro. Im Fokus stehen dabei in erster Linie Kursangebote mit so genanntem konfrontativen Ansatz und die Vernetzung der Täterarbeitseinrichtung mit den örtlichen Interventionsstrukturen.

Angebote für Betroffene von Gewalt

Das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung informiert auf seinen Internetseiten über

Hilfetelefon-Gewalt-gegen-Frauen_LogoUnterstützung für betroffene Frauen gibt es u. a. über das kostenfreie Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen".

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Quelle: Pressemitteilung des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, 07.02.2020
www.ms.niedersachsen.de

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