Mehr Kinderkrankentage / Kinderkrankengeld in 2021 als Entlastung für berufstätige Eltern

Eltern können Kinderkrankentage nehmen, wenn sie ihr krankes Kind zuhause betreuen. In 2021 haben gesetzlich krankenversicherte Eltern, die ihre Kinder pandemiebedingt zu Hause betreuen müssen, nun weitere Tage Anspruch auf Kinderkrankengeld. Dies gilt nicht nur dann, wenn das Kind krank ist, sondern auch, wenn Kitas und Schulen geschlossen sind oder die Betreuung eingeschränkt ist.

Der Anspruch auf Kinderkrankengeld steigt von 10 Tagen pro Elternteil und Kind auf 20 Tage und damit für Elternpaare pro Kind auf 40 Tage.

Elternteile, die bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind, können im Jahr 2021 je gesetzlich krankenversichertem Kind 30 statt 20 Arbeitstage Kinderkrankengeld beantragen. Bei mehreren Kindern hat jeder Elternteil insgesamt einen Anspruch auf maximal 65 Arbeitstage. Für Alleinerziehende erhöht sich der Anspruch um 20 auf 60 Arbeitstage pro Kind. Bei mehreren Kindern haben Alleinerziehende insgesamt einen Anspruch auf maximal 130 Arbeitstage.

Auch Eltern, die im Homeoffice arbeiten (könnten), haben bei entsprechendem Kinderbetreuungsbedarf die Möglichkeit, stattdessen Kinderkrankengeld zu beantragen.

Die Krankenkassen können für die Beantragung des Kinderkrankengelds die Vorlage einer Bescheinigung der Kita oder der Schule verlangen.

Die Regelung ist rückwirkend zum 5. Januar 2021 in Kraft getreten.

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Mehr Informationen gibt es bei den Fragen und Antworten zu Kinderkrankentagen und Kinderkrankengeld auf der Website des Bundesfamilienministeriums.

Musterbescheinigung

Sollten Krankenkassen einen Nachweis durch die Einrichtungen verlangen, können Sie die Musterbescheinigung des Bundesfamilienministeriums nutzen. Sie kann von Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen oder Schulen verwendet werden und ist eine Ergänzung zum formellen Antrag bei der gesetzlichen Krankenversicherung.

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