Start in SZ - Präventionskette für Flüchtlinge in Salzgitter

Start-in-SZ_LogoDie Stadt Salzgitter hat eine besondere Willkommenskultur für Flüchtlinge in Salzgitter entwickelt: Die Präventionskette "Start in SZ". Diese soll individuelle Bedürfnisse identifizieren und Brücken in den Alltag bauen, u.a. mit einer engen Verknüpfung von Haupt- und Ehrenamt und mit einer für jede Person individuell angelegte Checkliste.

Diese Checklisten mit Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern in Verwaltung, Schulen, Kitas etc. bleiben bei den Flüchtlingen und helfen auch den Begleitern/-innen, die Unterstützung zielgerichteter zu organisieren.

Vom ersten Tag an: Begleitung und Eingliederung in Regelstrukturen und Sprachvermittlung als Basis zur Integration
Im Rahmen der Willkommenskultur hat die Stadt Salzgitter Ende 2014 zusammen mit beiden Familienbildungsstätten das "START-Willkommen in Salzgitter!" Projekt initiiert. Es soll Flüchtlingen ermöglichen, schnell in das Leben in der Stadtgemeinschaft integriert zu werden - zusätzlich zu den vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge finanzierten Integrationskursen, auf die nicht sofort nach Ankunft Anspruch besteht. Dazu gibt es neben dem Schwerpunkt "Erwerb der deutschen Sprache" auch Exkursionen zum Kennenlernen der Stadt, beispielsweise zu sozialen Einrichtungen oder Behörden. Außerdem werden in Lerngruppen Grundlagen für den hygienischen Umgang mit Lebensmitteln gelegt, das Sozialsystem erläutert oder das Schul- und Gesundheitssystem vorgestellt. Möglichkeiten für Praktika in Unternehmen werden mit dem Jobcenter und der Agentur für Arbeit in Zusammenarbeit mit der WIS ausgelotet. Kinder und Jugendliche sollen bei der Aufnahme in die Schulen und bei der Freizeitgestaltung begleitet werden. Auch soll eine sinnvolle Freizeitgestaltung (etwa Sport, Fahrradwerkstatt) angeboten werden.

Enge Verknüpfung von Haupt- und Ehrenamt
Unterstützt werden alle Maßnahmen durch den Einsatz Freiwilliger, die als "Brückenbauerinnen" und "Brückenbauer" oder "Lotsinnen" und "Lotsen" eingesetzt werden. Diese werden von der Verwaltung beraten, geschult, beauftragt und begleitet.

"Start in SZ" greift dabei auch auf das Regelsystem EFI ("Elternarbeit, Frühe Hilfen, Migrationsfamilien") in Salzgitter zurück, das bereits ein gut ausgebautes Netzwerk und niedrigschwellige Angebote für Familien mit Migrationshintergrund bietet.

In die Umsetzung dieser Maßnahmen ist der Runde Tisch Flüchtlinge eingebunden. Am Runden Tisch sind die Freien Träger, das Mütterzentrum, die Verwaltung, Schulen und Sicherheitsbehörden sowie als neueste Mitglieder auch die Kirche und die Wirtschaftsförderung vertreten.

Gut ankommen in Niedersachsen, gut ankommen in Salzgitter
Insgesamt 10 Projekte für Flüchtlingsfamilien werden dabei über das Landesprogramm Gut ankommen in Niedersachsen gefördert, von der Babybegrüßung oder der Begleitung durch eine Familienhebamme über "Spielend Deutsch lernen", einen interkulturellen Kaffeeklatsch, Schwimmkurse, Hausaufgabenhilfe oder "Natur erleben (und kennen lernen) für Eltern und Kinder" mit einer Waldpädagogin bis hin zum Stadtteil-Projekt "Gut ankommen in Fredenberg". Viele dieser Projekte haben sich bereits im "Regelsystem EFi" in der Arbeit mit Migrationsfamilien bewährt, wurden speziell für die Bedarfe von Flüchtlingsfamilien angepasst und sind entsprechend niedrigschwellig. Oft wird mit Ehrenamtlichen gearbeitet, die selbst einen Migrationshintergrund haben.

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Weitere Informationen zu den Leitlinien der Willkommenskultur und zum Arbeitspaket der Stadt Salzgitter zur Willkommenskultur für Flüchtlinge unter www.start-sz.de

Kontakt:
Stadt Salzgitter
Erste Stadträtin Christa Frenzel
T 05341 / 839 36 33
christa.frenzel@stadt.salzgitter.de

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