Regelungen zu Hartz IV-Leistungen und Bildungspaket

Ergänzend zur Neuberechnung der Grundsicherung durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales soll ein Bildungspaket Kindern aus einkommensschwachen Familien eine bessere gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen. Im Jahr 2017 wurde die Grundsicherung angehoben. Ab dem 1. Januar 2018 wird eine weitere Anpassung der Regelbedarfssätze erfolgen.

Notwendig geworden war die Neuberechnung der Regelsätze nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Februar 2010. Die neuen Regelsätze für Kinder und Jugendliche und für Erwachsene wurden für 2011 auf Basis der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) 2008 berechnet. Sie sollen jährlich überprüft werden.

Seit Januar 2017 (ab Januar 2018) gelten folgende Regelsätze

für Erwachsene:

  • alleinstehende oder alleinerziehende Leistungsberechtigte: 409 Euro (416 Euro)
  • Ehegatten und Lebenspartner sowie andere erwachsene Leistungsberechtigte, die in einem gemeinsamen Haushalt leben und gemeinsam wirtschaften: 368 Euro (374 Euro)
  • erwachsene Leistungsberechtigte, deren notwendiger Lebensunterhalt sich nach § 27b des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch bestimmt (Unterbringung in einer stationären Einrichtung): 327 Euro (332 Euro)

für Kinder:

  • 0 bis unter 6 Jahren: 237 Euro (240 Euro)
  • 6 bis unter 14 Jahren: 291 Euro (296 Euro)
  • 14 bis unter 18 Jahren: 311 Euro (316 Euro)

Anspruch auf ergänzende Leistungen aus dem Bildungspaket haben Kinder und Jugendliche aus Familien, die Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Sozialhilfe, Kinderzuschlag oder Wohngeld beziehen. Eltern von rund 2,5 Millionen Kindern können somit Leistungen aus dem Bildungspaket beantragen.

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Pressemitteilung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales vom 6. September 2017 unter www.bmas.de

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) informiert über

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