Do it YouTube!

Betrifft-Maedchen_Do-it-YouTubeIm flüchtigen, schnelllebigen Raum der Sozialen Medien entwickeln sich Jugendkulturen, die eine besondere Herausforderung an die Mädchenarbeit bedeuten: Die Ansprüche der pädagogischen Arbeit lassen sich häufig nicht mit dem vereinbaren, was Mädchen auf Youtube suchen – und umgekehrt. Gleichzeitig prägt dieser mediale Raum Geschlechterbilder und Identitätsentwürfe von Heranwachsenden mit. Die pädagogisch-kritische Beschäftigung mit YouTube ist daher wichtig und notwendig, wie die Beiträge der Zeitschrift "Betrifft Mädchen", Ausgabe 2/2017, zeigen.

YouTube als beliebtestes Internetangebot beeinflusst die Einstellungen und Werte und liefert Rollenmodelle für die jugendlichen Nutzerinnen und Nutzer. Leider werden dabei Geschlechtergrenzen überwiegend eher verfestigt als hinterfragt. Wo gibt es Ansatzpunkte für eine geschlechtersensible Medienpädagogik mit und auf YouTube?

Für Mädchen geht von YouTube eine Faszination aus, die durch die Product-Placement, Sponsoring oder Schleichwerbung kommerziell ausgenutzt wird. Eine medienkritische Sichtweise zu entwickeln ist pädagogisch notwendig. Dabei sollten Fachkräfte jedoch offen für die Meinungen und Nutzungsmotive der Mädchen bleiben, denn YouTube erfüllt für sie wichtige soziale Funktionen wie Austausch in Peer-Communities, die Suche nach Vorbildern und Orientierung für die eigene Lebenswelt.

Mädchen und junge Frauen mit Behinderung haben YouTube als Chance zur selbstbestimmten und facettenreichen Darstellung erkannt. Hier kommt dem Schutz von persönlichen Daten und dem Umgang mit grenzüberschreitenden Kommentaren aus medienpädagogischer Sicht besondere Bedeutung zu.

Die pädagogisch-kritische Auseinandersetzung mit Youtube als digitalem Sozialisationsort bietet also einige Ansatzpunkte, um Genderstereotype und regressive Körperideale zu reflektieren und ihnen entgegenzuwirken.

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LAG Mädchenarbeit NRW e.V. (Hrsg.)
Do it YouTube!
Betrifft Mädchen 2/2017

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