Hilfen in akuten Notsituationen

Was tun, wenn private, familiäre, berufliche oder finanzielle Sorgen zu groß werden? Wenn das Kind etwas Giftiges verschluckt hat? Oder wenn zuhause Gewalt droht? Hier finden Sie Anlaufstellen, Hilfs- und Beratungsangebote sowie eine Liste mit den wichtigsten Notrufnummern zum Ausdrucken.

Notruf 112 - Feuerwehr und Rettungsdienste

Der Notruf 112 ist immer kostenlos, auch über Handy, und kann mobil auch ohne Simkarte und ohne PIN angewählt werden. Übrigens! Die BAG Mehr Sicherheit für Kinder meint: Bereits im Kindergartenalter, spätestens aber im ersten Schuljahr, sollten Mädchen und Jungen wissen, dass sie bei einem Brand oder bei einem Unfall 112 wählen können. Sie sollen lernen, wie wichtig es ist, am Telefon die entscheidenden Details zu nennen: Den eigenen Namen, die Adresse und die Telefonnummer durchzusagen, reicht schon. Wenn die Kinder darüber hinaus mitteilen können, was gerade geschehen ist, kann die Hilfe noch rascher vor Ort sein und gezielt die richtigen Maßnahmen einleiten. Kinder sollten aber auch wissen, dass die Nummer nur dann gewählt werden darf, wenn wirklich Gefahr besteht.

Beratung
Notruf 112 - Feuerwehr und Rettungsdienste.

Wo hat sich der Unfall ereignet? Eventuell Wegbeschreibung angeben
Was ist passiert?
Wie viele Verletzte gibt es? Bei Kindern auch das Alter angeben
Welche Verletzungen liegen vor?
Warten Sie auf Rückfragen! Die Rettungsleitstelle benötigt auch die Daten der anrufenden Person

Wichtig für das Rettungspersonal ist auch, ob und welche Medikamente eingenommen werden und ob Allergien/Medikamentenunverträglichkeiten bestehen.

Sorgentelefon

Bei akuten Krisen kann ein qualifizierter, einfühlsamer Rat per Telefon eine erste Hilfestellung leisten. Die Telefonseelsorge der evangelischen und katholischen Kirche steht allen Ratsuchenden rund um die Uhr und gebührenfrei für ein vertrauliches Gespräch offen. Der Verein Nummer gegen Kummer betreibt ein Elterntelefon sowie ein Kinder- und Jugendtelefon mit speziell geschulten erwachsenen oder jugendlichen Beraterinnen und Beratern, ebenfalls gebührenfrei und selbstverständlich vertraulich. Auf Wunsch und je nach Problemlage wird dabei auch an Fachkräfte in Beratungsstellen zu einer persönlichen Beratung weitervermittelt.

BeratungTelefonseelsorge der evangelischen und katholischen Kirche
T 0800 / 111 0 111
T 0800 / 111 0 222

BeratungElterntelefon 0800 / 111 0 550
montags bis freitags 9 bis 17 Uhr
dienstags und donnerstags zusätzlich bis 19 Uhr

BeratungKinder- und Jugendtelefon 0800 / 111 0 333 oder europaweit 116 111
montags bis samstags 14 bis 20 Uhr
montags, mittwochs und donnerstags zusätzlich 10 bis 12 Uhr

Webtipp Auf der Website www.nummergegenkummer.de gibt es neben den Informationen zur Telefonberatung außerdem eine Internetberatung per E-Mail für Kinder und Jugendliche.

Niedersachsen Landwirtschaftliches Sorgentelefon/Familienberatung
Ob Generationenkonflikte beim gemeinsamen Leben auf dem Hof, betriebliche Probleme, Betriebsübergaben an die Kinder oder deren Entscheidungen, die Landwirtschaft nicht weiterführen zu wollen oder hohe Arbeitsbelastung - Landwirtschaftliche Familien in Niedersachsen können sich bei Problemen und Sorgen an spezielle Sorgentelefone wenden. Die Beraterinnen und Berater dort haben selbst einen landwirtschaftlichen Hintergrund und sind ebenfalls speziell geschult.

Hannover 0511 / 124 18 00
Barendorf 04137 / 81 25 40
Oesede 05401 / 86 68 20
Rastede 04402 / 844 88
montags, mittwochs und freitags von 8.30 bis 12 Uhr
dienstags und donnerstags von 19.30 bis 22 Uhr

Hilfe bei drohender Gewalt und für Gewaltopfer

Häusliche Gewalt gibt es in vielen Formen: körperlich, sexualisiert, psychisch, sozial oder ökonomisch - die Übergänge sind fließend. Leider ist Gewalt in der Familie meist ein Tabu-Thema - für Betroffene wie für Außenstehende. Dabei gibt es zahlreiche Hilfsangebote für Frauen, Männer und Kinder.

In Krisensituationen und Notfällen helfen Notruf-Telefone und die Polizei (Notruf 110). Bei häuslicher Gewalt spricht die Niedersächsische Polizei im Rahmen des Gewaltschutzgesetzes (GewSchG) gegen Täter Platzverweise für einen Zeitraum von bis zu 14 Tagen aus. Über die Dauer entscheidet die Polizei in jedem Einzelfall vor Ort.

Häusliche Gewalt - Was tun?
praktische HilfenHier finden Sie Anlaufstellen, Hilfs- und Beratungsangebote und weiterführende Informationen, wie Sie sich selbst schützen oder Betroffenen helfen können: Frauenhäuser, Frauennotruf, Gewaltberatungsstellen für Frauen und Mädchen, Beratungs- und Interventionsstellen (BISS), Opferhilfebüros

Hilfe bei Kindeswohlgefährdung und sexuellem Missbrauch
Niedersachsen Vernachlässigung, Misshandlung, sexueller Missbrauch - Kinderschutz geht alle an! Auf dem Niedersächsischen Kinderschutzportal finden Sie Kontakte, Beratungs- und Anlaufstellen, an die Sie sich wenden können, wenn Sie konkrete Hinweise haben oder etwas beobachtet haben, aber sich nicht sicher sind: www.kinderschutz-niedersachsen.de

Hilfe bei Giftunfällen

Medikamente, Nikotin, Haushaltsreiniger, Pflegemittel, giftige Beeren - rund 80.000 Kinder vergiften sich jährlich in Deutschland. Besonders gefährdet sind die Zwei- und Dreijährigen. Informationen zu Erste-Hilfe-Maßnahmen erhalten Eltern beim Giftnotruf des Giftinformationszentrums Nord in Göttingen.

Niedersachsen Giftinformationszentrum-Nord
Zentrum Pharmakologie und Toxikologie der Universität Göttingen
Robert-Koch-Straße 40
37075 Göttingen

Giftnotruf T 0551 / 19240

giznord@med.uni-goettingen.de
www.giz-nord.de

Auf der Website www.kinderschutz-niedersachsen.de finden Sie eine PDF-Datei mit einer Adressübersicht zu den Kinderkrankenhäusern in Niedersachsen.

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