Gesundheitsamt Oldenburg veröffentlicht Kinder- und Jugendgesundheitsbericht

14. Januar 2022

Kinder-und-Jugendgesundheitsbericht-OldenburgKinder und Jugendliche in Oldenburg wachsen gut und gesund auf. Das geht aus dem Kinder-und Jugendgesundheitsbericht 2020/21 hervor, den das Gesundheitsamt der Stadt Oldenburg auf Basis von Daten aus 2019 veröffentlicht hat. Der Bericht gibt einen umfassenden Überblick über die gesundheitliche Lage der jungen Altersgruppe und lässt erkennen, wo Handlungsbedarf besteht.


Einige Schlaglichter aus dem Bericht:

  • Stabile Quoten sind in den Inanspruchnahmen der Vorsorgeuntersuchungen U1 bis U9 sowie der Begrüßungsbesuche der Initiative GUSTL, die Eltern von Neugeborenen gezielt über die vielfältigen Angebote der Stadt Oldenburg aufklärt, zu verzeichnen.
  • Für das Impfverhalten lässt sich insgesamt ein Bedarf an Aufklärung und Beratung, besonders in Bezug auf die weiterführenden Schulen, feststellen.
  • Für das Körpergewicht wird eine deutliche Veränderung durch die pandemiebedingten Einschränkungen des Lebens der Kinder und Jugendlichen erwartet. Dabei wirken sich soziale Benachteiligungen eindeutig negativ auf die Gewichtsentwicklung von Kindern und Jugendlichen aus.
  • Die Arbeit von medizinischen Fachkräften kann in den Grundschulen einen entscheidenden Unterschied für einen Chancenausgleich auf eine gesunde Entwicklung der Kinder und Jugendlichen machen.

"Es ist erfreulich, dass die gesundheitliche Ausgangslage der Kinder in Oldenburg insgesamt als gut zu bezeichnen ist", so Sozialdezernentin Dagmar Sachse. "Die Auswirkungen der Pandemie auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Kinder und Jugendlichen müssen wir jetzt jedoch genau im Blick behalten und vor allem im Hinblick auf die verstärkte Benachteiligung durch die letzten zwei Jahre der Pandemie gegensteuern."

Grundlage für den Kinder-und Jugendgesundheitsbericht 2020/21 ist die Datenbasis aus dem Jahr 2019, weshalb der Bericht einen Eindruck der gesundheitlichen Situation von Kindern und Jugendlichen zur Zeit direkt vor der Covid-19-Pandemie gibt. Wie sich die Lage durch die Pandemie und die einhergehenden monatelangen Einschränkungen verändert hat, gilt es in den folgenden Jahren aufzuarbeiten und zu bewerten. Der aktuelle Gesundheitsbericht wird in diesem Zusammenhang einen Bezugspunkt darstellen, um die Entwicklungen einzuschätzen und gezielt für die gesundheitliche Chancengleichheit zu arbeiten.

Um die gesundheitliche Situation und Versorgung von Kindern zu beschreiben, stützt sich der Kinder-und Jugendgesundheitsbericht auf aussagekräftiges Datenmaterial aus den vergangenen Jahren. Dabei ist die (frühe) Kindheit unter anderem durch Vorsorgeuntersuchungen und die Schuleingangsuntersuchungen die Lebensphase, über die es die meisten Informationen und Daten zur Gesundheit einer Altersgruppe gibt. Deshalb bilden diese Daten eine Grundlage für die Gestaltung von gesundem Aufwachsen für alle Kinder in Oldenburg.

Folgende Felder wurden im Rahmen des Gesundheitsberichtes näher beleuchtet:

  • Präventionsarbeit durch Frühe Hilfen: GUSTL und Dauerbetreuungen
  • Zahnmedizinische Vorsorgeuntersuchung und Prophylaxe
  • Gemeldete Infektionskrankheiten in Kindertagesstätten
  • Schuleingangsuntersuchungen: Vorsorgeuntersuchungen, Impfstatus, Gewicht und Motorik
  • Gesundheitsverhalten: Schwimmfähigkeit und Mediennutzung
  • Säuglingssterblichkeit
  • Todesursachenstatistik der 0- bis 18-Jährigen

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Pressemitteilung der Stadt Oldenburg, 05.11.2021, www.oldenburg.de

Der Kinder- und Jugendgesundheitsbericht steht zum Download auf der Website der Stadt Oldenburg zur Verfügung.

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