Bundesprogramm Kindertagespflege

Bundesprogramm-Kindertagespflege_LogoDas Bundesfamilienministerium unterstützt die qualitative Weiterentwicklung der Kindertagespflege durch das "Bundesprogramm Kindertagespflege". Dieses löst das "Aktionsprogramm Kindertagespflege" (2008-2015) ab. Themenschwerpunkte sind unter anderem die (Weiter-) Entwicklung der Festanstellung und Weiterqualifizierung für Kindertagespflegepersonen, Inklusion in der Kindertagespflege sowie Qualitätsentwicklung in der Fachberatung. Jährlich werden dafür 7,5 Millionen Euro zur Verfügung stehen.

Seit Januar 2016 werden circa 30 Modellstandorte über drei Jahre mit insgesamt 21 Millionen Euro gefördert. Im Mittelpunkt dieser Förderung steht das neue Qualifizierungskonzept für die Kindertagespflege.

Qualifizierung von Tagespflegepersonen
Ein Schwerpunkt des Bundesprogramms ab 2016 ist die Förderung von Qualifizierungskursen nach dem neuen Curriculum Kompetenzorientiertes Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege. Es wurde (wie das 160-Stunden Curriculum) ebenfalls vom DJI entwickelt mit dem Fokus auf der Betreuung von Kindern unter drei Jahren und umfasst 300 Unterrichtseinheiten zuzüglich Praktika und Selbstlerneinheiten. Das Qualifizierungshandbuch ist dabei so angelegt, dass es von Fachschulen als modularer Bestandteil der Erzieherinnenausbildung angerechnet werden kann. Die Kindertagespflege könnte also bereits ein Einstieg in die Ausbildung werden.

Im Rahmen des Bundesprogramms Kindertagespflege werden Kommunen gefördert, die dieses neue Qualifizierungshandbuch anwenden. Sie erhalten einen finanziellen Zuschuss für die Durchführung der Kurse. Zusätzlich können sie weitere Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung finanzieren lassen, wie Festanstellungsmodelle und Inklusion in der Kindertagespflege, Weiterqualifizierung von Kindertagespflegepersonen und Fachberatung.

Koordinierung durch Funktionsstellen
Kommunen, die das neue Bundesprogramm umsetzen wollen, können dies in einem regionalen Entwicklungsplan darlegen. Hierfür müssen sie darstellen, wie und welche Förderelemente sie in welcher Weise umsetzen wollen. Dabei sollen sie sich mit anderen Akteuren wie freie Träger, Bildungsträger oder Fachschulen vor Ort abstimmen. Das Bundesprogramm fördert eine Funktionsstelle (max. 100 Prozent Stellenanteil), die die kommunale Qualitätsentwicklung in der Kindertagespflege unterstützt und die Umsetzung der ausgewählten Handlungsfelder koordiniert. Sie ist zu einem Teil beim öffentlichen bzw. freien Träger und zum anderen Teil bei einem Bildungsträger bzw. einer Fachschule angesiedelt.

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Pressemitteilungen BMFSFJ vom 25.09.2015 und 23.03.2018

Alle Informationen zum neuen Bundesprogramm unter kindertagespflege.fruehe-chancen.de

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