Was hat sich verändert, was hat sich bewährt, was braucht es?

28.09.2016 Hannover
Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Kommunen und von freien Trägern waren zur zweiten Fachtagung im Rahmen von "Gut ankommen in Niedersachsen!" gekommen. Gemeinsam mit dem Institut für Sozialpädagogische Forschung gGmbH Mainz (ism) hat das Sozialministerium wieder ein interessantes Programm zusammengestellt mit Vortrag, ersten Erkenntnissen aus der wissenschaftlichen Begleitung und Vorstellung von Best-Practice-Beispielen bereits laufender Projekte. Was hat sich verändert, was hat sich bewährt, was braucht es? Diese Fragen standen dabei im Fokus. Um die Gelingensbedingungen und Entwicklungsbedarfe in der Arbeit mit Flüchtlingsfamilien ging es auch beim Erfahrungsaustausch in Kleingruppen und der abschließenden Diskussion.

Niedersachsen ist das Bundesland mit der vierthöchsten Zahl an Asylanträge. Mit dem Projekt "Gut ankommen in Niedersachsen!" für Flüchtlingsfamilien fördert das Land Niedersachsen Projekte, die speziell auf die erste Phase des Ankommens in Niedersachsen zugeschnitten sind. Damit sollen die Kommunen bei der Weiterentwicklung und Qualifizierung einer Willkommenskultur und der interkulturellen Öffnung von Regelsystemen unterstützt werden.

Mit diesem Landesprogramm und der wissenschaftlichen Begleitung ist Niedersachsen mit Blick auf landesweite Entwicklungen bundesweit Vorreiter, so Heinz Müller vom ism.

Neben dem fachlichen Input für die teilnehmenden Jugendhilfeträger bei Fachtagungen ist das ism auch für die Evaluation des Landesprogramms und eine Handreichung zuständig. Dazu werden die Projekt-Konzepte und eine schriftliche Befragung ausgewertet. Auch die Ergebnisse aus den Fachtagen und aus einem Experten-Workshop, der im August stattfand, sollen mit einfließen. Erste Erkenntnisse stellte Dr. Sarah Schmenger auf der Fachtagung vor. Insgesamt 40 der landesweit 56 Träger beteiligen sich mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Konzepten und Projekten. Derzeit werden 71 Projekte gefördert. Viele der Träger greifen bei deren Konzeption auf die Erfahrungen und bewährte Angebote aus dem EFi-Projekt zurück und passen diese auf die besonderen Bedarfe von Flüchtlingsfamilien an.

Ausblick
Interessierte Kommunen können in diesem Jahr noch bis zum 9. November Anträge stellen. Für Erstanträge stehen noch Fördermittel zur Verfügung: Gefördert werden Projekte bis zu 25.000 Euro je Jugendhilfeträger. Auch für die Fortführung der in 2015 gestarteten Projekte stehen Fördermittel zur Verfügung. Die Antragsfrist endet auch hier am 9. November.

Für die Fortsetzung der Förderung von Gut-ankommen-Projekten in 2017 und 2018 sieht der Haushaltsplanentwurf (vorbehaltlich der Zustimmung des Landtags) jeweils 1.395.000 Euro vor (jeweils 25.000 Euro pro Jugendhilfeträger).


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Präsentationen

Mehr zum Thema:

  • www.worte-helfen-frauen.de Übersetzungsleistungen des Landes Niedersachsen für geflüchtete Frauen und Mädchen, die aufgrund von sexuellen Übergriffen, Gewalterfahrungen, kulturell bedingten Verstümmelungen oder ähnlichen traumatischen Erlebnissen eine Beratungsstelle aufsuchen wollen, beziehungsweise ein Gespräch in einer Schwangerenberatungsstelle benötigen.
  • Orientierungsleitfaden zur Anerkennung ausländischer Berufs- und Bildungsabschlüsse in Niedersachsen, Download auf der Website des Niedersächsischen Sozialministeriums

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