Eurochild-Bericht zum Europäischen Semester und der Umsetzung von Kinderrechten

eurochild_LogoDas europäische Kinder- und Jugendhilfe-Netzwerk "Eurochild" hat seinen Jahresbericht zum Europäischen Semester 2017 unter dem Titel "Investing in children in the erea of social rights" veröffentlicht. Darin untersucht es das Thema Kinderarmut und Kinderrechte in 18 EU-Mitgliedstaaten und wie diese die in 2013 von der Europäischen Kommission veröffentlichte Empfehlung umgesetzt haben.

Obwohl die EU in 2017 stärker auf soziale Belange ausgerichtet war, habe sie den EU-Mitgliedstaaten im Vergleich zu den Vorjahren weniger Empfehlungen zur Verringerung der Kinderarmut und zur Förderung des Wohlergehens der Kinder vorgegeben. Zwar habe die EU ihre Wirtschaftsindizes verbessert, aber mehr als jedes vierte Kind sei nach wie vor von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Im kürzlich abgeschlossenen Europäischen Semester, dem jährlichen Zyklus der wirtschaftspolitischen Koordinierung der EU, habe es keine einzige Empfehlung gegeben, die die Verringerung der Kinderarmut zum Ziel gehabt hätte. Dies sei eine besorgniserregende Tendenz, da es im Jahr 2014 noch sieben solcher Empfehlungen gab. Darüber hinaus hätten widersprüchliche Empfehlungen es den Ländern erschwert, ihre wirtschaftlichen und sozialen Prioritäten in Einklang zu bringen.

Vor diesem Hintergrund enthält der Bericht von Eurochild alternative länderspezifische Empfehlungen, um die EU-Mitgliedstaaten zu ermutigen, in Kinder zu investieren. Für Deutschland empfiehlt der Bericht ganzheitliche und integrierte Maßnahmen gegen die bestehende soziale Ungerechtigkeit und Armut von Kindern und Jugendlichen zu ergreifen.

Der Bericht steht in englischer Sprache als Download bereit auf eurochild.org

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Quellen: AGF EuropaNews der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Familienorganisationen, 20.12.2017 und Eurochild, 15.12.2017

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