Land Niedersachsen unterstützt Bundesratsinitiative zum Schutz vor Passivrauchen im Auto

Das Land Niedersachsen ist einer Bundesratsinitiative zur Änderung des Bundesnichtraucherschutzgesetzes beigetreten. Fünf Bundesländer fordern ein Rauchverbot im Auto, wenn Schwangere und Kinder dabei sind. Sie haben hierfür einen Gesetzesantrag in den Bundesrat eingebracht, der am 20. September 2019 im Bundesrat vorgestellt wurde und anschließend in den Ausschüssen beraten wird. Niedersachsens Sozialministerin Dr. Carola Reimann wies in einer Stellungnahme auf die besonders hohe gesundheitliche Gefährdung von Kindern und Jugendlichen durch Passivrauchen hin.

Im Vergleich zu Erwachsenen seien Kinder besonders durch Passivrauchen gefährdet, so die Ministerin. Schädigungen der sich entwickelnden Lunge, Atemwegserkrankungen, beeinträchtigte Lungenfunktion und Mittelohrentzündungen könnten die Folge sein. Und bei Säuglingen steige das Risiko des plötzlichen Kindstodes. Säuglinge, deren Mütter während der Schwangerschaft Tabakrauch ausgesetzt gewesen seien, könnten bei der Geburt kleiner sein, einen geringeren Kopfumfang und ein geringeres Körpergewicht aufweisen. Im Auto ist die Belastung durch Tabakrauch wegen des geringen Raumvolumens besonders hoch.

"Es ist mir persönlich ein wichtiges Anliegen, dass Kinder und Jugendliche sowie ungeborenes Leben vor den Gefahren des Passivrauchens geschützt werden," betonte Dr. Carola Reimann. "Durch diese Bundesratsinitiative soll das Nichtrauchen im Auto für Autofahrerinnen und Autofahrer so normal sein wie es das Anschnallen ist. Zigaretten haben in einem Auto nichts zu suchen."

Der Bundesratsinitiative des Landes Nordrhein-Westfalen sind neben Niedersachsen auch Hamburg, Schleswig-Holstein und Bremen beigetreten.

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Rede der Niedersächsischen Sozialministerin Dr. Carola Reimann am 20. September 2019 unter www.ms.niedersachsen.de

Informationen zur Plenarsitzung des Bundesrates unter www.bundesrat.de

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