Neues Projekt der LJS: Gemeinsam gegen sexuellen Missbrauch

LJS_LogoDie Landesstelle Jugendschutz (LJS) startet ein neues Präventionsprojekt zum Thema "Sexuelle Gewalt an Kindern". Das Angebot wendet sich landesweit an Schulen und Einrichtungen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten und soll zu einer vertieften Beschäftigung mit dem Thema beitragen.

Denn sexuelle Gewalt an Kindern ist auch nach Jahrzehnten der gesellschaftlichen und fachlichen Auseinandersetzung mit dem Thema eine Herausforderung. Das zeigt sich an den unverändert hohen Fallzahlen z.B. in der Kriminalstatistik ebenso wie bei der Aufdeckung und Aufarbeitung einzelner Fälle. Betroffene Kinder und Jugendliche stehen in der Regel unter großem Druck. Vielfach werden sie eingeschüchtert oder erpresst, oft hindern gezielt ausgelöste Scham- und Schuldgefühle Kinder daran, sich zu äußern. Viele Täter (und Täterinnen) binden Kinder mit einem ausgeklügelten System aus Zuwendung und Belohnungen auf der einen Seite und Drohungen auf der anderen Seite an sich. Kinder in so einer Lage sind darauf angewiesen, dass Erwachsene ihre Notsituation frühzeitig wahrnehmen und richtig reagieren können.

Gemeinsam-gegen-sexuellen-Missbrauch_LogoFachkräfte, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, benötigen Basiswissen über sexuellen Missbrauch, über Täterstrategien und über die Folgen für die Betroffenen. Und sie brauchen ein fachliches und kollegiales Umfeld, das sie bei der Begleitung von betroffenen Kindern gut unterstützt. Die damit zusammenhängenden Problemlagen sollen im Projekt der LJS thematisiert werden. Im Rahmen von Informationsveranstaltungen und (Inhouse-)Fortbildungen werden konkrete Fragestellungen bearbeitet – zum Beispiel: Wie kann man mit Kindern über sexuellen Missbrauch sprechen, ohne sie zu überfordern? Wie sollten Fachkräfte vorgehen, wenn sie sexuellen Missbrauch vermuten? Was ist zu tun, wenn ein Übergriff bekannt geworden ist? Welche Unterstützung brauchen Kinder, die Missbrauch erlebt haben? Wo finden Fachkräfte spezialisierte Beratung und regionale Hilfeangebote?

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Safe the date! Am 17.03.2020 findet eine erste Fortbildung im Rahmen des Projekts statt: Mut haben - Mut machen. Prävention gegen sexuellen Missbrauch.

Interessierte Einrichtungen können sich an die Landesstelle Jugendschutz wenden:

Kontakt
Andrea Buskotte
T 0511 / 85 87 88
andrea.buskotte@jugendschutz-niedersachsen.de
Christine Eichholz
T 0151 / 55 22 65 35
christine.eichholz@jugendschutz-niedersachsen.de

www.jugendschutz-niedersachsen.de/gemeinsam-gegen-sexuellen-missbrauch

Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen, 17.10.2019

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