Lokales Bündnis für Familie: Immer da für Familien in Einbeck

8. Februar 2019

Einbecker-Bündnis-für-Familien_LogoIm Jahr 2007 gründete sich das Lokale Bündnis für Familie der Stadt Einbeck in Südniedersachsen mit dem Ziel, die Stadt familienfreundlicher zu gestalten. Die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eingerichtete Servicestelle hat das Einbecker Bündnis für Familie nun als "Bündnis des Monats Februar 2019" ausgezeichnet.

"Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist auch bei uns in Einbeck ein großes Thema", berichtet Burgis Sowa, Vorstandsvorsitzende des Einbecker Bündnisses für Familie, von ihrer Arbeit. "Die Nachfrage nach entsprechenden Angeboten ist groß." Schon seit über zehn Jahren setzt sich das Einbecker Bündnis im Landkreis Northeim dafür ein, die Lebenssituation für Familien in der Stadt zu verbessern. Mit Projekten wie dem Einbecker Kinder- und Familienservicebüro fördert das Einbecker Bündnis für Familie ein generationenübergreifendes Miteinander und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Auch die Integration verschiedener sozialer und kultureller Gruppen hat für das Bündnis einen hohen Stellenwert.

Die Bürgermeisterin von Einbeck, Sabine Michalek, sagt: "Das Ziel ist, unsere Heimatstadt Einbeck zu einer 'Traumstadt für Familien' zu entwickeln. Durch unser Kinder- und Familienservicebüro mitten in unserer Altstadt haben wir eine Anlaufstelle geschaffen, aus der heraus wir alle Aktivitäten für mehr Familienfreundlichkeit in unserer Stadt bündeln und umsetzen. Hier wird echte Lobbyarbeit für Familien gemacht und durch konkrete Projekte der Alltag von Familien spürbar erleichtert."

Gut vernetzt für Familien
Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Vorhaben erhält das Einbecker Bündnis von zahlreichen Kooperationspartnern. Vereine, Unternehmen und Privatpersonen stellen finanzielle Mittel oder Sachspenden zur Verfügung. Anlässlich der 10-jährigen Jubiläums-Feier des Bündnisses gab es unter anderem eine große Tombola mit gespendeten Preisen. Darunter waren auch Gutscheine, etwa für Reitstunden oder Tennisunterricht in lokalen Vereinen. "So vernetzen sich die verschiedenen Angebote vor Ort, es ist einfach mehr Leben in der Stadt und die Menschen lernen sich besser kennen", sagt Burgis Sowa.

Gut aufgehoben in der Sommerferienbetreuung
Seit vielen Jahren veranstaltet das Einbecker Bündnis für Familie eine zweiwöchige Sommerferienbetreuung für Grundschülerinnen und Grundschüler mit stetig wachsender Teilnehmerzahl. In diesem Jahr können erstmalig 40 Kinder an dem Angebot teilnehmen. Nach einem gemeinsamen Frühstück sorgen zahlreiche Aktivitäten für ein buntes Programm. Am ersten Tag steht traditionell eine Partie Minigolf an. Darüber hinaus lassen Stadtführungen, ein Besuch bei der lokalen Feuerwehr oder Thementage keine Langeweile aufkommen.

Ein Leben lang gut beraten
Direkt in der Innenstadt hat das Lokale Bündnis das Einbecker Kinder- und Familienservicebüro (EinKiFaBü) eingerichtet. Dort erhalten Familien Unterstützung bei allen Herausforderungen des Alltags. Woher bekomme ich kurzfristig einen Babysitter? Welche Leistungen stehen mir zu, wenn ich ein Familienmitglied zu Hause pflege? Wie fülle ich den entsprechenden Antrag aus? "Das Ziel ist, dass immer jemand da ist, an den sich die Menschen in Einbeck bei plötzlich auftretenden Fragen wenden können", sagt Burgis Sowa. Darüber hinaus dient das Büro als zentraler Treffpunkt für alle Menschen, die sich außerhalb ihres eigenen Wohnraums mit anderen austauschen und in Kontakt kommen möchten.

Auch für Seniorinnen und Senioren bietet das Einbecker Bündnis spezielle Beratungsangebote an. Aktuell ist eine Vortragsreihe in Planung, bei der Expertinnen und Experten aus Einbeck über verschiedene Themen wie die Patientenverfügung oder Vollmachten informieren. Ältere Menschen, aber auch alle anderen, die sich dafür interessieren, können vor Ort direkt mit den lokalen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern ins Gespräch kommen.

Treffpunkt für die ganze Familie - das Stadtteilprojekt "Mobilo"
Im Rahmen des Stadtteilprojekts "Mobilo" betreut das Einbecker Bündnis über 20 Familien mit Migrationshintergrund. In einer extra dafür bereitgestellten Wohnung können sich Kinder, Jugendliche und Eltern treffen, gemeinsam kochen, basteln und sich austauschen. Die Mütter haben die Möglichkeit, an verschiedenen Kultur- und Sportveranstaltungen teilzunehmen und auf diese Weise auch kulturell in Deutschland anzukommen. Besonders freut es Burgis Sowa, dass ein junger Mann aus dem Mobilo-Projekt aktuell auch seinen Bundesfreiwilligendienst im EinKiFaBü absolviert und so die Unterstützung, die er erfahren hat, weitergibt.

Hintergrund

Lokale-Buendnisse-fuer-Familie_LogoDie Initiative "Lokale Bündnisse für Familie" wurde Anfang 2004 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ins Leben gerufen. Ein Lokales Bündnis für Familie ist der Zusammenschluss verschiedener gesellschaftlicher Gruppen sowie Akteurinnen und Akteure mit dem Ziel, die Lebens-und Arbeitsbedingungen für Familien vor Ort durch konkrete Projekte zu verbessern und somit bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unterstützen. Derzeit engagieren sich rund 19.000 Akteurinnen und Akteure, darunter circa 7.900 Unternehmen, in etwa 8.000 Projekten. Rund 620 Lokale Bündnisse sind in der Initiative aktiv (Stand November 2018). Das Bundesfamilienministerium hat eine Servicestelle eingerichtet, die den Aufbau und die Weiterentwicklung der Lokalen Bündnisse bundesweit koordiniert und unterstützt. Die Initiative "Lokale Bündnisse für Familie" wird im Rahmen des Programms "Vereinbarkeit von Familie und Beruf gestalten" durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

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Pressemitteilung Lokale Bündnisse für Familien, 01.02.2019

Übrigens!

Einen Überblick über die lokalen Bündnisse für Familien in Niedersachsen finden Sie in unserer Aktionslandkarte.

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