EFi und Armut von Familien

26.08.2013 Hannover
"Armut von Familien/Kinderarmut" war das Schwerpunktthema dieser Fachkonferenz, zu der das Niedersächsische Sozialministerium eingeladen hatte. Außerdem ging es um interkulturelle Väterarbeit. Rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projekts informierten sich über den aktuellen Stand der fachlichen Debatte, über Aktivitäten und Fördermaßnahmen des Landes und über erfolgreiche Ansätze.

Migrationshintergrund als Einflussfaktor für Armut "verschwindet", ein ethnozentrischer Ansatz in der Armutsprävention ist wenig hilfreich - Einkommensarmut, Bildung und Familienform als Indikatoren scheinen sinnvoller. Das ist das Fazit von Prof. Dr. Franz Hamburger, der mit Strukturdaten zu Migration und den Ergebnissen der aktuellen AWO-ISS-Studie den wissenschaftlichen Hintergrund zum Thema lieferte. Dennoch ist das Thema Armut auch bei EFi ein aktuelles, wenn es darum geht, mit Unterstützungsmöglichkeiten und präventiven Angeboten auch Migrationsfamilien zu erreichen.

Welche Leistungen und Aktivitäten das Land bereithält, stellte das Sozialministerium vor: Norbert Schnipkoweit informierte über die Landesstiftung Familie in Not und den Sonderfonds "DabeiSein!" für Kinder sowie über Familienfreizeiten/Familienerholung und Freizeiten für junge Familien oder Alleinerziehende bis 27 Jahre. Dr. Ilse Bramsche erläuterte aktuelle und geplante Maßnahmen der Handlungsorientierten Sozialberichterstattung und stellte die Regionalen Mitmachtage gegen Kinderarmut vor.

Michael Tunc, Universität Duisburg-Essen und Väter in Köln e.V. verband in seinem Vortrag zum Thema "Interkulturelle Väterarbeit" wissenschaftliches Hintergrundwissen mit Praxiserfahrung. Auch hier wurde klar, dass sich die aktuelle Forschung weg von einem ethnozentrischen Ansatz hin zu einer intersexuellen Perspektive orientiert.

Abgerundet wurde die Fachkonferenz durch einen detaillierten Einblick in die EFi-Praxis des Standorts Barsinghausen.


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