Deutscher Kita-Preis für vorbildliche Qualität in der Kindertagesbetreuung

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey und Elke Büdenbender, Schirmherrin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS), haben am 13. Mai 2019 den Deutschen Kita-Preis verliehen. Die Festveranstaltung in Berlin bildete den Höhepunkt des bundesweiten Wettbewerbs, an dem sich über 1.600 Kitas und Lokale Bündnisse für frühe Bildung beteiligt haben.

Kita des Jahres mit "Wünschewand"

Das katholische Familienzentrum "Kindertagesstätte St. Sebastian" aus Eppertshausen wurde mit dem Hauptpreis als "Kita des Jahres 2019" ausgezeichnet. Das Kita-Team hat die Juroren und Jurorinnen mit seiner langjährigen und engagierten Arbeit für gute Qualität und die starke Beteiligung von Kindern und Eltern überzeugt. Die Kinder dürfen frei bestimmen, in welchem Areal der Einrichtung sie gerade spielen wollen, und sie können ihre Ideen und Wünsche auf einer "Wünschewand" festhalten. Besonders beeindruckt hat die Jury zudem die gelebte Beschwerdekultur und die Förderung von Zivilcourage in der Einrichtung.

Die vier Zweitplatzierten in dieser Kategorie sind die AWO Kita "An der schmalen Gera" aus Erfurt, das evangelische Eltern-Kind-Zentrum Kieselgrund aus Mannheim, das Familienzentrum Gemeindekindergarten Zauberwelt aus Titz und das Familienzentrum des Murkel e.V., Kinderhaus I aus Siegburg.

Lokales Bündnis für Bildung hält vielfältiges Förderangebot vor

Als "Lokales Bündnis für frühe Bildung 2019" wurde das Netzwerk INFamilie Hannibal- und Brunnenstraßenviertel aus Dortmund ausgezeichnet. Der Zusammenschluss aus Kitas, Familienzentren, Beratungsstellen und Institutionen der Stadt Dortmund konnte die Jury vor allem durch sein vielseitiges und innovatives Förderangebot beeindrucken. So entstand zum Beispiel ein Brückenprojekt für Kinder, die keinen Kita-Platz bekommen haben. Auch in dieser Kategorie können sich vier Finalisten über den 2. Platz freuen: das Bildungshaus Lurup aus Hamburg, die Initiativgruppe Familienbüro Mosaik aus Olbersdorf, das Hochwälder Familiennetzwerk HAFEN aus Hermeskeil und das Bildungsnetzwerk Südliche Friedrichstadt aus Berlin.

Die beiden Erstplatzierten des Deutschen Kita-Preises erhalten ein Preisgeld in Höhe von je 25.000 Euro. Alle Zweitplatzierten werden mit je 10.000 Euro prämiert.

Die finale Entscheidung wurde durch eine 18-köpfige Jury aus Expertinnen und Experten aus der Kita-Praxis, aus der Trägerlandschaft, den Gewerkschaften, den zuständigen Ministerien, aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft gefällt.

Der ELTERN-Sonderpreis, der per Online-Voting ermittelt wurde, ging an die Kita "Lüttje Lü" Aschhausen aus Bad Zwischenahn. Sie erhält einen von der ELTERN-Redaktion zusammengestellten Leseschatz, bestehend aus einer Vielzahl an Kinderbüchern.

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