Schreibabys - Hilfe für Eltern und Kind

Alle Babys schreien gelegentlich, wenn sie Hunger haben, die volle Windel stört oder wenn sie sich aus anderen Gründen nicht wohl fühlen. Viele junge Säuglinge schreien aber auch ohne erklärbare Ursache. Es ist nicht immer einfach, herauszufinden, was ein Baby mitteilen will.

Warum schreit mein Baby? Warum lässt es sich nicht beruhigen? Warum wendet es den Kopf von der Brust oder Flasche ab? Warum will es nicht einschlafen? Exzessive Schreibabys können ihre Eltern zur Verzweiflung treiben. Bei der Suche nach einer Erklärung zweifeln diese nicht selten an ihrer eigenen Kompetenz. Wie sich die kindlichen Signale wahrnehmen und richtig interpretieren lassen, können Eltern erlernen. Wir stellen einige Elternratgeber, Webtipps und Beratungsangebote vor:

Ist mein Kind ein Schreibaby?

Schreit mein Kind zu viel? Was sind Dreimonatskoliken? Was kann ich tun, um meinem Kind zu helfen? Und wo finde ich Hilfe? Erste knappe Antworten zu diesen Fragen bietet die Broschüre "Ist mein Kind ein Schreibaby?" der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin. Das Faltblatt steht unter www.dgkj.de als Download zur Verfügung.

Was mein Schreibaby mir sagen will - Hilfe durch bessere Kommunikation

Was-mein-Schreibaby-mir-sagen-will_CoverEs ist nicht immer einfach, herauszufinden, was ein Baby mitteilen will. Bei gesunden Babys ist exzessives Schreien in den ersten vier Lebensmonaten Ausdruck eines Verständigungsproblems. Es versucht, seinen Durst zu stillen, zu schlafen, Kontakt aufzunehmen oder andere Bedürfnisse zu befriedigen. Bleibt eine Reaktion der Eltern aus oder ist sie unangemessen, bricht das Baby schließlich in lautes Weinen aus. Eine Anleitung, wie Eltern die kindlichen Signale richtig interpretieren können, bietet die Psychologin, Psychoanalytikerin und Familientherapeutin Renate Barth in ihrem Ratgeber. Dabei greift sie auf ihre erfolgreiche Behandlungsmethode der "BabyLeseStunden" zurück. Leicht verständlich und mit zahlreichen anschaulichen Bildern erklärt die Autorin zunächst den entwicklungspsychologischen Hintergrund und begleitet die Leserinnen und Leser anschließend durch das Verhaltensrepertoire eines Säuglings. Die Anregungen und Empfehlungen dazu sorgen im Allgemeinen für eine deutliche Besserung der typischen Schrei-, Schlaf- und Fütterstörungen in den ersten vier Lebensmonaten. Für Eltern, deren Baby dennoch weiter schreit, stellt sie in einem abschließenden Kapitel weitere Behandlungsmethoden vor.

Renate Barth:
Was mein Schreibaby mir sagen will
Hilfe durch bessere Kommunikation - Schritt für Schritt zum Erfolg

Beltz Verlag, 2008
128 Seiten, 14,90 Euro
www.beltz.de

Webtipps

www.gaimh.org | Adressen Beratungsangebote
Die Gesellschaft zur Förderung der seelischen Gesundheit in der frühen Kindheit bietet auf ihrer Website eine Adressliste mit Beratungsangeboten bei Schrei-, Schlaf- und Fütterproblemen oder bei besonderen Belastungen der Eltern.

www.schuetteln-ist-lebensgefaehrlich.de | Informationen zum Schütteltraumasyndrom
Sie haben bereits alles versucht: Ihr Baby ist gewickelt, gefüttert, wird von Ihnen herumgetragen oder sanft gewiegt und will dennoch nicht aufhören zu schreien? Auch wenn Sie erschöpft oder entnervt sind und nicht mehr weiter wissen - bleiben Sie geduldig! Schütteln Sie niemals Ihr Baby, denn Schütteln ist lebensgefährlich! Auf dieser Website finden Sie Informationen und auch Beratungsmöglichkeiten zum Thema Schreibabys.

www.trostreich.de | Selbsthilfeinitiative
Die Selbsthilfeinitiative Trostreich - Interaktives Netzwerk Schreibabys bietet auf ihrer Website Informationen und ein nach Postleitzahlen sortiertes, umfangreiches Adressverzeichnis von Beratungs- und Kontaktstellen für Eltern von Säuglingen und Kleinkindern mit Schrei-, Schlaf-, Still- und Fütterproblemen.

www.hilfe-mein-baby-schreit.de | Selbsthilfe-Blog
Der Blog einer Mutter mit Schreibaby will Eltern mit schreienden Babys helfen, die Zeichen besser zu deuten und mit dem Schreien besser umzugehen. Mit zahlreichen Blogartikeln, Fragen & Antworten, kostenlosen Checklisten und kostenlosem Soforthilfe-Kurs.

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