Bildungspatenschaften

Vor allem Kindern mit Zuwanderungshintergrund können Bildungspatenschaften helfen, später in der Schule die gleichen Voraussetzungen zu haben wie Kinder deutscher Herkunft. Denn Patinnen und Paten können ganz individuell auf die Kinder eingehen und ermöglichen eine gezielte Sprachförderung. Sie lesen vor, helfen bei den Hausaufgaben oder bringen ihre Lebens- und Berufserfahrungen ein, sind Ratgeberinnen und Ratgeber.

Die Patinnen und Paten treffen sich mit dem Patenkind regelmäßigen, meist in Schulen, Kindertagesstätten oder Bibliotheken. Dabei sind die Eltern von Anfang an gefragt: Bei Kennenlern-Treffen mit der Patin oder dem Paten, bei der Ausgestaltung der Patenschaftsbeziehung und auch bei eventuellen Konfliktsituationen sind Sie wichtige Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner. Sie arbeiten eng mit der Patin oder dem Paten, aber auch mit dem koordinierenden Projekt zusammen.

Die Hilfe findet ehrenamtlich statt und ist kostenfrei. Mittlerweile gibt es viele verschiedene Projekte von unterschiedlichen Trägern. Deshalb hat die Bundesregierung mit der "Aktion zusammen wachsen" eine bundesweite Servicestelle in Berlin eingerichtet, die alle Projekte bündelt.

www.aktion-zusammen-wachsen.de
Webtipp Die Website zur Aktion bietet Informationen für Eltern, Kindergärten/Kitas, Schulen und Ausbildende und hilft mit einer Datenbank bei der Auswahl eines passenden Projekts.

"Projekt Balu und Du" - Mentorinnen und Mentoren helfen Kindern

Das "Projekt Balu und Du" fördert Kinder im Grundschulalter. Erwachsene ("Balus") sind für ihre "Moglis" Bezugspersonen im Dschungel des Alltags: sie begleiten die Kleinen in schwierigen Situationen und sind für sie da, wenn sie Probleme haben und jemanden zum Reden brauchen. Einmal pro Woche treffen sich die Kinder mit ihrem Mentor oder ihrer Mentorin, junge Erwachsene zwischen 17 und 30 Jahren. Die Beziehung soll den Kindern helfen, brach liegende Fähigkeiten zu entdecken und auszubauen. Vorrangig geht es darum, das Selbstbewusstsein der Kinder zu stärken. Sie sollen auch lernen, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen, sich in der Schule besser zu konzentrieren und die Hausaufgaben bewältigen zu können. Das Projekt wird von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern getragen. Nach einem Vorstellungsgespräch können Interessierte ab 17 Jahren eine Patenschaft übernehmen. Ein Kind kann "Mogli" werden, wenn es von der Schule mit Einverständnis der Eltern für das Projekt vorgeschlagen wird. Auch können sich interessierte Eltern direkt an das Projekt wenden.

Niedersachsen In Niedersachsen gibt es zehn Anlaufstellen, an die sich Interessierte wenden können. Eine Liste der Standorte findet sich unter www.balu-und-du.de.

zurück …

Mehr zum Thema

Sprachentwicklung und Sprachförderung
Erziehung und FörderungSprechen und Lesenlernen sind eng miteinander verzahnt. Lesen Sie hier mehr dazu.

Beim Vorlesen können Eltern spielerisch wichtige Schlüsselqualifikationen ihres Kindes fördern. Tipps dazu finden Sie unter Leseförderung.

Sprachkompetenz fördern mit zweisprachigen Medien
Buchtipp Mehr als eine Sprache zu beherrschen, wird im zusammenwachsenden Europa immer wichtiger. Zur spielerischen Vermittlung einer Zweitsprache sind vor allem Bewegungsspiele und Lieder geeignet, idealerweise im Umgang mit Muttersprachlerinnen und Muttersprachlern. Hier finden Sie Tipps zu zweisprachigen Büchern und CDs.


zurück …