Evaluationsbericht zum Gesetz der vertraulichen Geburt

Die Hilfe für schwangere Frauen in Notsituationen kommt an. Das ist das Ergebnis eines Evaluationsberichts zu den Auswirkungen des Gesetzes zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt. Die Maßnahmen des Gesetzes wurden im Zeitraum vom 1. Mai 2014 bis 30. September 2016 von einem unabhängigen Institut evaluiert. Seit Inkraftreten des Gesetzes im Mai 2014 wurden über 16.000 Beratungsgespräche geführt.

Hilfetelefon und Onlineberatung erleichtern Schritt in Beratung

Das Gesetz trat am 1. Mai 2014 mit dem Ziel in Kraft, die Angebote zur Unterstützung von Schwangeren auszubauen. "Durch die gut zugänglichen Angebote erreichen wir viele Frauen, die sonst den Weg in die Beratungsstellen vielleicht nicht gefunden hätten", betont Bundesfrauenministerin Dr. Katarina Barley. "Vor allem das Hilfetelefon 'Schwangere in Not' und die Online-Angebote erleichtern vielen den Schritt in die Beratung. Ich freue mich, dass der von uns stark forcierte Ausbau der Hilfen dazu geführt hat, dass das Hilfesystem gut angenommen wird. Und ich freue mich, dass sich 60 Prozent der Frauen, die wir erreicht haben, für eine Lösung im Sinne des Kindes entschieden haben."

Über 16.000 Gespräche wurden seit Mai 2014 durch qualifizierte Beraterinnen des Hilfetelefons mit schwangeren Frauen in Not und deren Umfeld geführt.

Neben dem Hilfeangebot bietet das Gesetz Frauen, die auch nach umfassender Beratung ihre Anonymität nicht aufgeben möchten, mit der vertraulichen Geburt eine rechtssichere Alternative. Vertrauliche Geburt bedeutet: Die Mutter bleibt anonym, ihre Identität wird aber in einem sicher aufbewahrten Herkunftsnachweis festgehalten. So kann das Kind seine Abstammung erfahren, wenn es 16 Jahre alt ist.

Hilfetelefon-vertrauliche-Geburt_LogoHilfetelefon rund um die Uhr erreichbar
Das Hilfetelefon "Schwangere in Not" ist rund um die Uhr unter der Nummer 0800 / 40 40 020 erreichbar. Es ist kostenlos, barrierefrei, vertraulich und sicher und in 18 Sprachen verfügbar. Das Hilfetelefon ist beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) angesiedelt.

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Die Evaluation steht als Download auf der Website des BMFSFJ zur Verfügung.

Quelle: Bundesfamilienministerium, 12.07.2017

Beratung und Hilfe in Niedersachsen

Eine Liste mit Adressen der Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen sowie Beratungsstellen zur Betreuung der vertraulichen Geburt in Niedersachsen und weitere Informationen stellt das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung bereit unter www.ms.niedersachsen.de.

weitere Informationen im Niedersächsischen Kinderschutzportal unter
www.kinderschutz-niedersachsen.de

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