Gesundheitsregionen Niedersachsen: Grafschafter Babylotsinnen erhalten Förderung

Die medizinische und pflegerische Versorgung hängt von vielen Faktoren auf kommunaler Ebene ab. Hierfür sind die niedersächsischen Gesundheitsregionen eine tragende Säule. 38 Landkreise und kreisfreie Städte sind bereits dabei. Sie vernetzen sektorenübergreifend ambulante, stationäre und pflegerische Angebote und bauen neue kooperative Strukturen auf. Jährlich erhalten besonders innovative Projekte eine Förderung. Dazu gehört unter anderem das Projekt "Grafschafter Babylotsen - Frühe Hilfen für Eltern".

"Ich freue mich", so Sozial- und Gesundheitsministerin Carola Reimann, "dass es uns zusammen mit unseren Kooperationspartnern - den Krankenkassen und der Ärzteschaft - gelungen ist, wieder richtig gute Gesundheitsprojekte zu fördern. Mit den ausgewählten Projekten entstehen erneut Best-Practice-Beispiele, die auch in anderen Teilen Niedersachsens verwirklicht werden können."

Grafschafter Babylotsen - Frühe Hilfen für Eltern
Babylotsinnen sollen in der Grafschaft Bentheim werdende und frischgebackene Eltern in der Schwangerschaft und unmittelbar nach der Entbindung beraten. Neben der medizinischen Versorgung von Mutter und Kind stehen die Babylotsinnen für Fragen zur Verfügung, bei Sorgen und bei besonderen Belastungen stehen sie helfend zur Seite. Im Bedarfsfall vermittelt die Babylotsin auf Wunsch zu weiterführenden Angeboten der Frühen Hilfen. Das Angebot ist für die Eltern freiwillig und kostenlos. Die als Babylotsinnen tätigen Mitarbeiterinnen weisen eine Qualifikation, zum Beispiel einer Sozialpädagogin auf. Die Babylotsen sollen in der Kinderklinik der Euregio-Klinik tätig sein und in das Netzwerk Frühe Hilfen, das in der Grafschaft Bentheim seit vielen Jahren besteht, integriert werden.

Mit den Gesundheitsregionen Niedersachsen fördert das Sozialministerium gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen, der AOK Niedersachsen, den Ersatzkassen, dem BKK Landesverband Mitte, der IKK classic und der Ärztekammer Niedersachsen die notwendigen Strukturen vor Ort. Gemeinsam stellen sie für die Projektförderung pro Jahr 490.000 Euro zur Verfügung. Das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung fördert strukturelle Maßnahmen der Gesundheitsregionen pro Jahr mit 600.000 Euro.

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Quelle: Pressemitteilung Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, 15.06.2020
www.ms.niedersachsen.de

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