Stark im Beruf: Mütter mit Migrationshintergrund für den Arbeitsmarkt gewinnen

Stark-im-Beruf_LogoMüttern mit Migrationshintergrund den Berufseinstieg zu erleichtern, ist Ziel einer strategischen Partnerschaft zwischen Bundesfamilienministerium und Bundesagentur für Arbeit. Staatssekretär Dr. Ralf Kleindiek und der Vorstand Arbeitsmarkt der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, haben in Berlin eine Kooperationsvereinbarung zum ESF-Bundesprogramm "Stark im Beruf" unterzeichnet: Bei der Arbeitsmarktintegration von Müttern mit Zuwanderungsgeschichte wollen beide Häuser noch stärker zusammenwirken.

"Stark im Beruf" des Bundesfamilienministeriums unterstützt Mütter mit Migrationsgeschichte beim Ein- oder Wiedereinstieg in das Erwerbsleben durch passgenaues Coaching, Beratung und Qualifizierung. Die Bundesagentur für Arbeit ist feste Kooperationspartnerin an jedem Standort.

Drei von vier Teilnehmerinnen beziehen SGB II-Leistungen oder sind arbeitslos, jedoch hoch motiviert, eine Beschäftigung aufzunehmen. Die Bundesagentur für Arbeit spielt eine wichtige Rolle dabei, die Frauen aus dem Leistungsbezug in Arbeit zu bringen: 60 Prozent der Mütter werden über die Jobcenter an die Projekte vermittelt.

Die Unterstützung an den 88 Standorten von "Stark im Beruf" ist vor allem eins: individuell. So werden Kompetenzprofile und Bewerbungsunterlagen erstellt, Betreuungsplätze oder Sprachkurse vermittelt und Behördengänge oder die Anerkennung von ausländischen Zeugnissen begleitet. Über den Kontakt zu Unternehmen, Praktika oder Schnuppertage gelangen die Mütter schließlich in Ausbildung oder Arbeit.

Im ersten Programmjahr wurden über 2.000 Mütter begleitet, drei Viertel davon haben keinen deutschen Pass. 29 Projekte arbeiten auch mit Flüchtlingsmüttern, 13 weitere planen dies. Der Beratungsbedarf besteht ganz offenbar unabhängig vom Bildungshintergrund. Während 60 Prozent über einen mittleren bis hohen Bildungsabschluss verfügen, haben fast 40 Prozent maximal einen Hauptschulabschluss. Dies übersetzt sich auch in die beruflichen Bildungsabschlüsse und Berufserfahrungen: Über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügt die Hälfte der Teilnehmerinnen. Die Hälfte aller Frauen im Programm hat noch keine Berufserfahrung in Deutschland sammeln können.

Im ESF-Bundesprogramm "Stark im Beruf" werden 88 Standorte zwischen 2015 und 2018 mit bis zu 50.000 Euro jährlich aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert.

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Pressemitteilung des BMFSFJ vom 09.02.2016 unter www.bmfsfj.de

Alle Informationen zum Bundesprogramm und zu den Standorten unter
www.starkimberuf.de

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