Niedersachsen plant staatlich anerkannte Weiterbildung zur Familienhebamme / Familienentbindungspfleger

29. November 2010

Als erstes Bundesland in Deutschland führt Niedersachsen eine staatlich anerkannte Weiterbildung zur Familienhebamme bzw. zum Familienentbindungspfleger ein. Sozialministerin Aygül Özkan will damit die Familienhebammen als feste Partnerinnen in der Jugendhilfe etablieren. Die dafür nötige Änderung der Verordnung über die Weiterbildung in Gesundheitsfachberufen hat Ministerin Özkan jetzt unterzeichnet.

Familienhebammen betreuen schwangere Frauen, Mütter und ihre Kinder, wenn sie gesundheitlichen, medizinisch-sozialen oder psychosozialen Risiken ausgesetzt sind. Die Hebammenbetreuung endet nicht wie im Regelfall acht Wochen nach der Geburt, sondern kann bis zum vollendeten 1. Lebensjahr des Kindes fortgesetzt werden.

Die vom Land geförderte Stiftung Eine Chance für Kinder hat in Niedersachsen bereits rund 220 Hebammen zu Familienhebammen fortgebildet. Sie werden in mehr als 40 niedersächsischen Kommunen eingesetzt.

Die künftig mögliche Weiterbildung umfasst einen Unterrichtsumfang von 400 Stunden. Für die Familienhebammen, die bereits die 170-Stunden-Fortbildung der Stiftung durchlaufen haben, wird ein verkürzter Weiterbildungslehrgang angeboten, um die Erlaubnis zur Führung der Weiterbildungsbezeichnung zu erhalten. Erste Weiterbildungsgänge sollen ab April 2011 beginnen.

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