Generatives Verhalten von Migrantinnen gleicht sich an

Generatives-Verhalten-und-Migration_CoverEin Forschungsbericht des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) aus dem Jahr 2011 untersucht, inwieweit Traditionen und Normen der jeweiligen Herkunftsgesellschaft Migrantinnen bei der Familienbildung beeinflussen und welche Anpassungsprozesse in der Aufnahmegesellschaft stattfinden.

Die Studie belegt, dass Unterschiede im generativen Verhalten zwischen deutschen und zugewanderten Frauen im Laufe der Generationen kleiner werden. Im Jahr 2009 lag die durchschnittliche Kinderzahl bei Frauen mit Migrationshintergrund mit 1,59 nur etwas höher als die deutscher Frauen mit 1,32. Lebensform und Bildung haben bei Frauen mit und ohne Migrationshintergrund gleichermaßen Einfluss auf die Verwirklichung von Kinderwünschen.

Das Durchschnittsalter zugewanderter und in Deutschland lebender Frauen bei der ersten Geburt gleicht sich über die Generationen an und liegt bei etwa 30 Jahren. Unterschiede bestehen zumeist im Zeitpunkt der ersten Geburt. Migrantinnen bringen meist im Alter zwischen 25 und 29 Jahren ihre Kinder zur Welt, deutsche Frauen erst im Alter zwischen 29 und 32 Jahren.

Frauen aus Afrika, Asien und der Türkei sowie Frauen aus den Ländern des ehemaligen Jugoslawien liegen bei der Geburtenhäufigkeit über dem Durchschnitt der Aufnahmegesellschaft. Allerdings nimmt beispielsweise bei türkischen Migrantinnen der Kinderreichtum in jüngeren Geburtsjahren deutlich ab.

zurück …

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Hrsg.):
Generatives Verhalten und Migration
Eine Bestandsaufnahme des generativen Verhaltens von Migrantinnen in Deutschland
Nürnberg, 2011
232 Seiten
Download und Bestellung über die Website des BAMF

Mehr zum Thema

zurück …