Niedersachsen: Förderrichtlinie Qualität in Kindertagesstätten (QuiK)

Die niedersächsischen Kommunen erhalten in den kommenden Jahren rund 300 Millionen Euro, um die Kindertagesstätten im Land besser mit Personal auszustatten. Insbesondere Einrichtungen mit einer hohen Zahl an Kindern, die aufgrund ihrer Herkunft kein oder nur wenig Deutsch können, sollen personelle Verstärkung erhalten und so bei der Integration und Sprachförderung unterstützt werden. Möglich wird das über die "Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Verbesserung der Qualität in Kindertagesstätten" (QuiK).

Entlastung der Regelkräfte
Durch die zusätzlichen Fach- und Betreuungskräfte sollen in den Kindertagesstätten Regelkräfte entlastet werden und damit für eine intensivere Förderung und Integration der neu zugewanderter Kinder gesorgt werden. In den Jahren 2017 und 2018 werden rund 120 Millionen Euro aus Mitteln der Bund-Länder-Vereinbarung über die Beteiligung an den Kosten für die Integration geflüchteter Menschen dafür eingesetzt. Integration, Sprachförderung und Investitionen in die Qualität sind eine Daueraufgabe. Die Landesregierung hat daher beschlossen, das Geld auch in den folgenden Jahren bis einschließlich 2021 zur Verfügung zu stellen - rund 60 Millionen Euro jährlich für mehr Personal in Kindertagesstätten.

Quereinsteiger nachqualifizieren
Mit der QuiK-Richtlinie wird die Einstellung von zusätzlichen sozialpädagogischen und pädagogischen Fachkräften wie Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, Erzieherinnen und Erziehern oder auch sozialpädagogischen Assistentinnen und sozialpädagogischen Assistenten gefördert. Dort wo Fachkräfte nicht kurzfristig eingestellt werden können, erhalten die Träger die Möglichkeit, nicht einschlägig qualifizierte Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger als Zusatzkräfte einzustellen und entsprechend pädagogisch nachzuqualifizieren.

Zügige Verteilung der Mittel
Die Ausschüttung der Mittel erfolgt über die örtlichen Träger der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe. Die Richtlinie setzt damit auf eine möglichst unbürokratische und zügige Verteilung der Mittel, denn die örtlichen Träger wissen am besten, welche Einrichtungen besonders viele Kinder mit Fluchtgeschichte oder einem Bedarf an Sprachförderung betreuen. Die für die jeweiligen Jugendamtsbezirke ermittelten Förderbeträge bemessen sich an der Anzahl der Kindergartengruppen und der Anzahl der Kinder mit Migrationshintergrund, in deren Familien vorrangig nicht Deutsch gesprochen wird. Die örtlichen Träger der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe leiten die Mittel unter Berücksichtigung der örtlichen Bedarfe und der Trägerstruktur vor Ort an die Träger der Kindertageseinrichtungen weiter.

Die "Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Verbesserung der Qualität in Kindertagesstätten" (QuiK) ist rückwirkend zum 1. Januar 2017 in Kraft getreten.

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