Armutsbericht 2017 verzeichnet wachsende Armut in Deutschland

Armutsbericht_Paritaetischer-2017Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat den Armutsbericht 2017 vorgelegt, der von mehreren sozialpolitischen Verbänden und Fachorganisationen gemeinsam herausgegeben wird. Er verzeichnet im Zehn-Jahres-Vergleich einen neuen Höchststand der Armut in Deutschland. Bei den bekannten Risikogruppen habe die Armut im Vergleich zum Vorjahr noch einmal zugenommen.

Die Armut in Deutschland ist auf einen neuen Höchststand von 15,7 Prozent angestiegen, so der Befund des aktuellen Armutsberichts. Dieser Höchstwert markiere einen mehrjährigen Trend wachsender Armut. Auch im Vergleich zum Vorjahr hat demnach die Armut zugenommen. So stieg die Armutsquote bei Erwerbslosen auf 59 Prozent, bei Alleinerziehenden auf 44 Prozent und bei kinderreichen Familien auf 25 Prozent.

Der Armutsbericht fordert die Politik zu einem entschlossenen Handeln in der Arbeitsmarktpolitik, beim Wohnungsbau, in der Bildung und dem Ausbau sozialer Dienstleistungen und Angebote in den Kommunen auf. Voraussetzung für eine offensive Armutsbekämpfung sei ein Kurswechsel in der Steuer- und Finanzpolitik.

Herausgegeben wird der Armutsberichts vom Paritätischen Gesamtverband gemeinsam mit dem Deutschen Kinderhilfswerk, der Volkssolidarität Bundesverband, der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe, dem Deutschen Kinderschutzbund, dem Verband alleinerziehender Mütter und Väter, dem Bundesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte, der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie, PRO ASYL und der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben (ISL).

zurück …

Pressemitteilung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes vom 2. März 2017 unter
www.der-paritaetische.de

Download und weitere Infos unter
www.der-paritaetische.de/armutsbericht


Mehr zum Thema

zurück …