Kinder mit Migrationshintergrund in der Kindertagesbetreuung

KomDat_Logo-neuDie Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik hat Daten und Fakten zur Kinder-und Jugendhilfe in der Ausgabe KomDat Jugendhilfe 3/2016 zusammengefasst. Themen sind unter anderem Daten zur Inanspruchnahme der Kindertagesbetreuung durch Kinder mit Migrationshintergrund und ein Beitrag zur Notwendigkeit von Sprachfördermaßnahmen in Kitas.

Familien mit Migrationshintergrund nutzen Angebote der öffentlich geförderten Kindertagesbetreuung für ihre Kinder nicht grundsätzlich anders als Familien ohne Migrationshintergrund. Eine Differenz zeigt sich jedoch in der Inanspruchnahme von Betreuungsangeboten für Kinder unter 3 Jahren, bei denen der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund in Kita oder Kindertagespflege im Jahr 2015 nur bei 22 Prozent lag, während von den 3- bis 6-Jährigen dieser Gruppe 90 Prozent eine Kita besuchten. Die Gründe dafür können in unterschiedlichen Vorstellungen über die familiäre Bedeutung für die Erziehung der Kinder liegen, auch der Einfluss struktureller Bedingungen ist möglich.

Kindertageseinrichtungen sind für die Mehrzahl der Kinder mit Migrationshintergrund der Ort, an dem sie die deutsche Sprache nicht nur mit Hilfe alltagsintegrierter Sprachförderung durch Fachkräfte erlernen, sondern auch durch Gleichaltrige mit deutscher Familiensprache. Vor besondere Probleme gestellt sind allerdings Kitas in Regionen mit einem hohen Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund, deren Familiensprache nicht Deutsch ist. Denn diese Kitas werden wiederum zu einem hohen Anteil von Kindern besucht, in deren Familien ebenfalls nicht Deutsch gesprochen wird. Dem wird inzwischen mit einer etwas besseren personellen Ausstattung dieser Kitas begegnet.

Der Newsletter behandelt außerdem die steigende Bedeutung junger Menschen mit Migrationshintergrund in den Hilfen zur Erziehung sowie unbegleitete ausländische Minderjährige im Spiegel von Asyl- und Jugendhilfestatistik.

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KomDat Jugendhilfe 3/2016 und weitere Ausgaben stehen unter www.akjstat.tu-dortmund.de zur Verfügung.

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