Stadt Lingen

Elternbildung inclusive Sprachförderung

Die Stadt Lingen siedelt ihr EFi-Projekt in zwei Stadtteilen an, in denen besonders viele Familien mit Migrationshintergrund leben. Als Ergänzung zu den Sprachförderangeboten der Kitas und Grundschulen lernen hier die Eltern in den jeweiligen Stadtteiltreffs ein Sprachförderprogramm kennen, das sie selbst im Alltag mit ihren Kindern umsetzen können.

In den Lingener Stadtteilen Stroot und Goosmanns Tannen leben viele Menschen mit Migrationshintergrund: Spätaussiedler-Familien aus der ehemaligen Sowjetunion sowie ein hoher Anteil muslimischer Bevölkerung aus den arabischen Staaten bzw. der Türkei. Beide Stadtteile verfügen jeweils über einen Stadtteiltreff, der als Anlaufpunkt für Kinder, Jugendliche und Familien mit und ohne Migrationshintergrund dient. Der Stadtteiltreff Abenteuerspielplatz "Wunderland" (Goosmanns Tannen) ist eine offene Kinder- und Jugendeinrichtung der Arbeiterwohlfahrt (AWO), der Stadtteiltreff "Stroot" ist eine freizeit- und sozialpädagogische Einrichtung des Fachbereichs Jugend, Arbeit und Soziales der Stadt Lingen (Ems).

Die am Projekt teilnehmenden Eltern mit Migrationshintergrund lernen in den Stadtteiltreffs von einer Fremdsprachenlehrerin ein Sprachförderprogramm kennen, das sie im Alltag mit ihren Kindern umsetzen können. Die lebenspraktische Sprachförderung beschäftigt sich mit Aktuellem aus der Familie, mit dem Bildungs- und Gesundheitssystem, Behörden, Einkauf etc. Durch die Arbeit mit den Eltern können die Sprachförderangebote der Kindertagesstätten und Grundschulen effektiv ergänzt werden. Die jeweils zweistündigen Elternbildungskurse sollen zunächst bis Ende 2011 angeboten werden.

Ein Ziel ist dabei die frühzeitige und bessere Integration der Kinder in das deutsche Bildungssystem, um mehr Schulabschlüsse für Migrantenkinder zu erreichen bzw. Schulabbrüche zu reduzieren. Ein weiteres Ziel ist aber auch, Familien aus ihrer sprachlich bedingten Isolation zu führen. Sie sollen erleben, dass es anderen ähnlich geht und sie die gleichen Themen in der Erziehung ihrer Kinder haben, dass es unterschiedliches Erziehungsverhalten gibt und dass man in der Erziehung auch ausprobieren darf und Fehler zum Lernen gehören.

Hintergrund
Viele Kinder mit Migrationshintergrund wachsen zweisprachig auf: Sie sprechen im Elternhaus eine andere Sprache als mit Gleichaltrigen auf der Straße oder in der Kindertagesstätte bzw. Schule.

Für diese Kinder ist es wichtig, eine Muttersprache von der Aussprache bis zur Grammatik richtig zu lernen und zu sprechen. Nur so kann eine zweite Sprache gut gelernt werden. Die Aufgabe zur Vermittlung der Erst- oder Muttersprache liegt im Elternhaus.

In den Kindertagesstätten und in den Grundschulen erhalten Kinder mit Migrationshintergrund und Kinder aus bildungsfernen Schichten Sprachförderangebote.

Kooperationspartner

  • Stadtteiltreff "Stroot"
  • Abenteuerspielplatz der Arbeiterwohlfahrt in Goosmanns Tannen
  • ev. Kirche
  • kath. Kirche
  • Dekanatsjugendbüro
  • Integrationslotsen
  • Städtische Kinder- und Jugendarbeit

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Kontakt Projektkoordinator:
Stadt Lingen (Ems)
Fachbereich Jugend, Arbeit und Soziales
Toni Hartke
Elisabethstr. 14-16
49808 Lingen (Ems)
T 0591 / 914 45 68
F 0591 / 914 45 82
a.hartke@lingen.de

  • Mehr zu den anderen, durch das Landesprogramm "Familien mit Zukunft" geförderten Projekten der Stadt Lingen finden Sie hier.

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