Themenschwerpunkt - Migration und Sprache / Mehrsprachigkeit

Kinderbücher-Integration_CoverGute Sprachkenntnisse sind für Kinder und Eltern aus Migrationsfamilien der Schlüssel zur Integration. Kinder lernen in vorschulischen Bildungseinrichtungen mit Hilfe kompetenter Fachkräfte schnell die Sprache des Zuwanderungslandes. Doch für einen erfolgreichen Schulbesuch brauchen sie weitere Unterstützung. Unser Themenschwerpunkt stellt Konzepte zur Sprachbildung für zugewanderte Familien vor.



Vorschulische und schulische Sprachförderung in Niedersachsen

Seit dem Schuljahr 2003/04 wird in Niedersachsen im Rahmen der Schulanmeldung in einem kindgerechten spielerischen Verfahren getestet, ob die deutschen Sprachkenntnisse ausreichen, um erfolgreich am Unterricht der 1. Klasse teilzunehmen. Wenn Bedarf an zusätzlicher Sprachförderung festgestellt wird, arbeiten Lehrkräfte an einer Grundschule oder sozialpädagogische Fachkräfte aus dem Schulkindergarten bereits ein Jahr vor der Einschulung mit den Kindern an der Verbesserung der Sprachkenntnisse.

DaZNet

In Niedersachsen wurden im Sprachbildungprojekt DaZNet (2010-2015) Unterrichtsmaterialien für die durchgängige Sprachbildung im Fachunterricht aller Schulformen und Klassenstufen erarbeitet. DaZNet steht für "Netzwerk für Deutsch als Interkulturelle Bildung und Mehrsprachigkeit". Dieser Projektname betont neben dem Unterstützungsbedarf die Chancen, die sich aus der Vielfalt der Sprachen und Kulturen in der Schule ergeben. Im DaZNet haben sich Schulen verschiedener Schulformen einer Region zu Schulverbünden zusammengeschlossen. Insgesamt 145 Schulen an zuletzt 14 Standorten in Niedersachsen waren beteiligt. Es wurden in dieser Zeit Lehrkräfte in Fragen der Sprachbildung und Sprachförderung fortgebildet und Sprachbildungs- und Sprachfördermaßnahmen im Unterricht erprobt. Aufbauend auf den Erfahrungen aus dem Pilotprojekt wurden an 15 Standorten landesweit Sprachbildungszentren eingerichtet.


Weitere Projekte zur Sprachförderung und Familienbildung

Bundesprogramm-Sprachkitas_LogoZum 1. Januar 2016 hat das Bundesfamilienministerium unter dem Motto "Frühe Bildung: Gleiche Chancen" das Bundesprogramm "Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist". Von 2016 bis 2019 stellt der Bund jährlich bis zu 100 Millionen Euro für die Umsetzung des Programms zur Verfügung. Damit können zusätzliche halbe Stellen für Fachkräfte mit Expertise im Bereich sprachliche Bildung und in der Fachberatung geschaffen werden. Mehr dazu unter sprach-kitas.fruehe-chancen.de. Grundlage der Qualifizierungen ist ein Weiterbildungskonzept des Deutschen Jugendinstituts (DJI). Mehr dazu unter www.dji.de.

Logo-EFiÜbrigens! Viele Projekte aus dem Landesprogramm "Elternarbeit, Frühe Hilfen, Migrationsfamilien - EFi" sind gute Beispiele für niedrigschwellige Angebote zum Thema Migration und Sprache, wie etwa mehrsprachige Familienwegweiser und andere Broschüren, interkulturelle Familienzentren, interkulturelle Workshops wie Kochkurse oder ähnliches. Mehr unter www.efi-nds.de


Das gemeinsame Anschauen von Bilderbüchern und Vorlesen fördern die kindliche Sprachentwicklung und den Sprachschatz, darüber hinaus Einfühlungsvermögen, Gedächtnis, abstraktes Denken und Fantasie. Geeignete (Bilder-)Bücher gibt es auch mehrsprachig. Schauen Sie doch einmal in unsere Elterninformationen zur Sprach- und Leseförderung.

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Webtipps zur Lese- und Sprachförderung mit Flüchtlingskindern

www.alf-hannover.de | Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Schulen, Kitas und Bibliotheken sowie Ehrenamtliche haben durch die steigende Anzahl von Flüchtlingen in Deutschland derzeit verstärkt mit Kindern und Jugendlichen zu tun, die über keine oder nur sehr geringe Deutschkenntnisse verfügen. Die Akademie für Leseförderung Niedersachsen präsentiert Materialien, aktuelle Informationen, Tipps und Anlaufstellen, die allen Akteurinnen und Akteuren in der Lese- und Sprachförderung mit Flüchtlingskindern Orientierung geben sollen.

www.maus-international.de | Ausgewählte Lach- und Sachgeschichten aus "Die Sendung mit der Maus" sind auch auf Arabisch, Kurdisch und Dari zu sehen. Der WDR erweitert damit sein Angebot für Kinder aus Flüchtlingsfamilien und will ihnen so den Einstieg in die fremde Kultur und Lebensweise erleichtern.

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