Zahnrettung bei Unfällen

Ob beim Inline-Skaten, beim Schulsport, im Schwimmbad oder beim Spielen – eine kleine Unachtsamkeit oder unglückliche Umstände genügen, um Kinder-Zähne zu verletzen oder auszuschlagen. Dann sind vor allem Schnelligkeit und die richtige Lagerung des Zahnes wichtig. Nur so ist eine Wiedereinpflanzung und dauerhafte Rettung möglich. Denn bereits nach wenigen Minuten falscher Lagerung stirbt die empfindliche Wurzelhaut ab. Spezielle Zahnrettungsboxen mit einem Nährmedium sind in Apotheken erhältlich. Damit können aus- oder abgeschlagene Zähne bis zu zwei Tage lang gelagert werden. Sollte eine Zahnrettungsbox nicht sofort zur Hand sein, ist für eine kurze Zeit auch eine Lagerung in H-Milch oder in Kunststoff-Folie (Gefrierbeutel o.ä.) möglich. Anschließend sollte der Zahn so schnell wie möglich umgelagert werden. Auf keinen Fall sollte man den Zahn reinigen.

Übrigens! Wussten Sie, dass rund 30 Prozent der acht- bis zwölfjährigen Kinder durch Unfälle Schäden an den bleibenden Zähnen erleiden? Das hat die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde gemeldet.

Weiterführende Informationen

Webtipp www.zahnunfall.de Die Website erklärt genau, worauf bei einer Zahnrettung zu achten ist, und welche Folgen ein Zahnverlust durch Unfall im Kindes- und Jugendalter haben kann.

Webtipp Zahnverletzungen im Kindesalter kommen meist durch Sturzunfälle zustande. Wie sie eine kindersichere Umgebung schaffen und die Bewegungs- und Risikokompetenz Ihrer Kinder gezielt fördern können, zeigt die BAG Mehr Sicherheit für Kinder.

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