Die Johanniter-Bücherhunde suchen Verstärkung


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Johanna sitzt auf dem Boden, ein Buch auf den Knien und liest laut vor. Dicht an sie gekuschelt liegt Hündin Emma und hört aufmerksam zu. Emma ist nicht irgendein Hund, sondern ein Bücherhund der Johanniter. Der Golden Retriever wurde extra für Einsätze mit Kindern, die Leseschwierigkeiten haben, ausgebildet. Die Bücherhundeteams der Johanniter aus dem Regionalverband Harburg suchen Interessierte, die gemeinsam mit ihrem Hund gern Kinder mit Leseschwierigkeiten ehrenamtlich besuchen möchten.

Keine Lust zum Lesen, Konzentrationsschwierigkeiten, Leseschwäche oder Rechtsschreibprobleme - immer häufiger haben Schülerinnen und Schüler Probleme mit dem Lesen lernen. Um diese Kinder zu unterstützen, haben die Harburger Johanniter das Projekt "Hunde im Leseeinsatz" ins Leben gerufen. Hier sammeln junge Menschen von sieben bis 16 Jahren Lesekompetenz, indem sie einem speziell ausgebildeten Bücherhund laut vorlesen.

Die Kinder treffen sich allein oder in Kleingruppen, mit den Helferinnen und Helfern und ihren Tieren in einer geschützten Umgebung. "Die Übungszeiten und Wochentage werden flexibel und individuell mit den Eltern abgestimmt. Die kostenlose Leseförderung besteht aus sechs Lerneinheiten von jeweils 45 Minuten, die bei Bedarf verlängert werden können", sagt Harmine Dörflein, Leiterin des Projekts. Die Einsätze finden je nach Absprache im Johanniter-Ortsverband Buchholz (Rütgersstraße 3, 21244 Buchholz), in Gemeindehäusern oder in Büchereien statt.

"Ein Hund bewertet die Leseleistung der Kinder nicht und ermöglicht dadurch entspanntes Üben. Unsere Bücherhunde helfen Kindern, die keine oder nur wenig Erfahrung mit Büchern sammeln konnten, ihre Lesefähigkeit zu steigern, bessere Noten in der Schule zu erzielen und auch eine positive Beziehung den Vierbeinern gegenüber zu gewinnen", so Dörflein. Das Projekt hat als weitere Ziele die Sozialkompetenz der Kinder zu erweitern und den richtigen Umgang mit Hunden beizubringen.

Für die Ausbildung zum Bücherhund ist grundsätzlich jeder Vierbeiner geeignet, der mindestens zwei und maximal fünf Jahre alt ist, Kinder mag, stressresistent ist und über eine Grundgelassenheit verfügt. Die Halterinnen und Halter sollten außerdem einen Hundeführerschein der Stufe 2 oder eine Begleithundeprüfung, zum Beispiel des Verbands für das deutsche Hundewesen (VDH), besitzen. Vor Beginn der Ausbildung muss der Hund einen Eignungstest bestehen.

An der Ausbildung interessierte Hundebesitzerinnen und -besitzer sollten Spaß am Umgang mit Kindern und für die einjährige Ausbildungszeit etwa einmal wöchentlich Zeit haben. Da die Einsätze im Landkreis Harburg stattfinden, müssen Hundeführer einen Führerschein der Klasse B besitzen und mindestens 18 Jahre alt sein.

Derzeit gibt es im Regionalverband Harburg vier geprüfte Lesehunde.

Nähere Informationen über die Ausbildung erteilt Harmine Dörflein, Leiterin des Projekts, unter der Telefonnummer 0173-51 98 935 oder per E-Mail an harmine.doerflein@johanniter.de.

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